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    BerlinWeißrussland als WM-Ausrichter auf dem Prüfstand

    Nach massiver Kritik steht die Eishockey-WM 2014 in Weißrussland auf dem Prüfstand. Der Weltverband IIHF forderte seine 70 Mitgliedsverbände auf, beim nächsten Kongress im Mai in Helsinki das Für und Wider von Weißrussland als WM-Ausrichter offen zu diskutieren.

    Zurückhaltend
    DEB-Präsident Uwe Harnos sieht die WM unpolitisch.
    Foto: Felix Heyder - DPA

    Zwei umstrittene Hinrichtungen in Weißrussland hatten Kritiker auf den Plan gerufen. Dabei rügten sie auch die geplante WM in dem Land, das als letzte Diktatur Europas gilt. Der Europaabgeordnete Hannes Swoboda sprach sich ebenfalls gegen den WM-Gastgeber Weißrussland aus.

    Beim Kongress werde es nach IIHF-Angaben auf jeden Fall eine Entscheidung in der Causa WM geben - falls einer der Mitglieder das Thema aufgreift. Zugleich stellte der Weltverband die Frage: Ist es empfehlenswert den Sport als politisches Instrument zu nutzen?

    «Sport ist vor allem ein Mittel zur Völkerverständigung», sagte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Uwe Harnos, der Nachrichtenagentur dpa. «Es ist wichtig, dass wir sportliche Ereignisse unpolitisch betrachten.» Voraussichtlich werde sich auch Deutschland einmischen, wenn es zu einer Debatte in Helsinki komme.

    Zu einem Pro oder Kontra in punkto WM 2014 - der ersten in Weißrussland - wollte sich Harnos nicht äußern. Bei der Vergabe der Eishockey-WM 2010 hatte sich Deutschland gegen Weißrussland durchgesetzt. Für Harnos hatte diese aber nichts mit der politischen Situation in der ehemaligen Sowjetrepublik zu tun.

    Auslöser der Diskussion ist die Todesstrafe: Per Genickschuss waren in Weißrussland am Wochenende zwei 26-Jährige wegen des Attentats auf die Minsker U-Bahn vor fast einem Jahr hingerichtet worden. Strittig ist jedoch, ob die Männer schuldig waren. Es halten sich Gerüchte, wonach das Machtlager um den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko das Blutbad inszeniert haben könnte.

    Es gebe «sehr viele zweifelhafte Scheinbeweise» an dem Urteil, sagte die Osteuropa-Sprecherin der Grünen, Marieluise Beck. Für die WM stelle sich daher die Frage: «Welches Eishockey-Team will sich vom letzten Diktator Europas die Siegermedaille um den Hals hängen lassen?» Ihr Politiker-Kollege, der Sozialdemokrat, Hannes Swoboda, wurde ähnlich deutlich: «Ich bin immer skeptisch, den Sport zu politisieren. Aber hier darf es nicht dazu kommen, die WM in Weißrussland abzuhalten, wenn sich nichts ändert.»

    Zuvor hatte sich bereits Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) in Bezug auf die WM in einer Mitteilung geäußert. «Aus meiner Sicht ist der Gedanke unerträglich, dass dieses Unrechtsregime durch die Austragung der Eishockey-Weltmeisterschaft, die ein persönliches Anliegen Lukaschenkos ist, eine besondere Auszeichnung erfährt.»

    Weißrussland (Belarus) vollstreckt als letztes Land Europas die Todesstrafe. In Weißrussland existiert keine freie Presse, Demonstrationen gegen die Führung sind verboten, und zahlreiche Oppositionelle sitzen hinter Gittern.

    Nach der von Eishockey-Fan Lukaschenko unterstützten Bewerbung erhielt Weißrussland 2009 den Zuschlag für die WM 2014. Das komplette Turnier wird in der Hauptstadt ausgetragen: in der 15 000 Zuschauer fassenden Minsk-Arena sowie in einer im Bau befindlichen zweiten Halle für etwa 8000 Fans. In der Minsk-Arena trägt der Club HK Dynamo Minsk seine Spiele in der Kontinentalen Hockey-Liga KHL aus. Daneben treten dort auch deutsche Musikgruppen wie Rammstein auf.

    Deutscher Eishockey-Bund

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