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  • Giganten-Duell im WM-Halbfinale - Russland gegen Kanada

    Im Halbfinale der Eishockey-WM sind die Top-Nationen nun unter sich. Schweden fordert am Samstag in Köln Vorjahresfinalist Finnland. Im besonderen Fokus steht aber zuvor das Duell von Rekordweltmeister Russland gegen die Eishockey-Künstler Kanadas.

    Titelverteidiger
    Die Kanadier treffen nun auf Russland.
    Foto: Marius Becker - dpa

    Köln (dpa) - Im Giganten-Halbfinale der 81. Eishockey-WM sinnt Rekordchampion Russland gegen Titelverteidiger Kanada in Köln auf Revanche.

    Zwei Jahre ist es her, dass sich die Sbornaja im WM-Endspiel vorführen ließ, das 1:6 gegen überragende Kanadier war eine schmerzhafte Demütigung für die gesamte Eishockey-Nation. Das Finale von Prag am 17. Mai 2015 war das bisher letzte WM-Duell der beiden erfolgreichsten Goldmedaillensammler vor dem Wiedersehen in der Vorschlussrunde an diesem Samstag (15.15 Uhr).

    „Kanada - Russland. Darauf haben wir gewartet!“, schrieb die Zeitung „Sport Ekspress“ am Freitag. „Es sieht so aus, als könnte es diese Mannschaft mit Kanada aufnehmen.“ Vor dem Halbfinale der nordischen Rivalen zwischen dem neunmaligen Titelträger Schweden und dem Vorjahresfinalisten Finnland (19.15 Uhr) dürfte das Aufeinandertreffen der größten Eishockey-Nationen ein Spektakel bieten. Auch wenn die Superstars Alexander Owetschkin und Sidney Crosby fehlen. „Alle warten drauf, wir auch“, sagte NHL-Verteidiger Dmitri Orlow von den Washington Capitals.

    Die Rivalität zwischen Kanada und Russland ist riesig. Eine brisante Note bekommt das Duell noch dadurch, dass der Weltmeister von 2015 und 2016 dem 27-maligen Champion Russland nur noch einen Titel hinterherhinkt. Gewinnen die Kanadier am Samstag, fehlt ihnen nur noch ein Sieg am Sonntag im Finale, um gleichzuziehen.

    „Da wird es richtig heiß hergehen“, sagte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Franz Reindl. Der Chef des Organisationskomitees tippt auf Russland und setzt auf die Sbornaja auch als Weltmeister. „Wenn die Russen ein bisschen effektiver werden vor dem Tor, dann werden sie Weltmeister. Sie sind eine Macht für sich, das ist ein Sturmlauf“, sagte der einstige Nationalspieler.

    Ungefährdet mit 3:0 hatten sich die russischen Eishockey-Cracks im Viertelfinale von Paris gegen Tschechien durchgesetzt. 38 Tore haben sie in acht Spielen geschossen, angeführt von den NHL-Stürmern Artemi Panarin (4 Tore, 10 Vorlagen) und Nikita Kutscherow (6 Tore, 7 Vorlagen), den besten Punktesammlern der WM. Kanada, das mit dem 2:1 im Viertelfinale gegen WM-Gastgeber Deutschland seine Hoffnung auf den Titel-Hattrick aufrechterhielt, hat in Nate MacKinnon von den Colorado Avalanche seinen besten WM-Stürmer (5 Tore, 7 Vorlagen).

    „Das ist eine gute Mannschaft, aber man kann mit ihnen mithalten“, sagte der russische Verbandspräsident Wladislaw Tretjak der Agentur R-Sport. „Ja, wir haben in letzter Zeit gegen die Kanadier verloren. Aber unbesiegbare Mannschaften gibt es im Eishockey nicht.“

    Bundestrainer Marco Sturm wird bei den den WM-Entscheidungen nicht mehr in Köln auf der Tribüne sitzen. Auf einen Favoriten wollte er sich vor seiner Abreise nicht festlegen. „Die vier Mannschaften, die im Halbfinale stehen - da kann man fast auslosen. Jede hat das Zeug dazu“, sagte Sturm. „Vielleicht hat Russland jetzt einen kleinen Heimvorteil mit den vielen Zuschauern hier in Köln.“

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