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  • Kretschmanns Karriere kaputt - Öner: Aufhören

    Hamburg (dpa). Es sollte die pompöse Geburtsstunde eines Helden im Max-Schmeling-Format werden, doch es geriet zum traurigen Ende einer Boxer-Karriere: Schwergewichtler Steffen Kretschmann hat dem Erwartungsdruck nicht standgehalten.

    Der 1,96 Meter große Hüne aus Halle an der Saale verlor Samstagnacht in der Sporthalle Hamburg auch die Neuauflage des Kampfes gegen den Russen Denis Bachtow. Diesmal war es noch schmerzlicher als beim Erstrunden-K.o. vor neun Monaten: Ausgerechnet beim Box-Comeback von TV-Sender Sat.1 nach neunjähriger Abstinenz gab Kretschmann in der neunten Runde entnervt auf. «Es wird keinen neuen Max Schmeling geben», entfuhr es Promoter und Arena-Chef Ahmet Öner, der dem Treiben seines Schützlings kreidebleich zugesehen hatte.

    «Wenn er das Kämpferherz und den Killerinstinkt nicht hat, dann kann man ihm das auch nicht mehr beibringen», befand die einstige Box-Queen Regina Halmich, die in den Wochen zuvor als Mentaltrainerin auf Kretschmann eingewirkt hatte. «Wenn man dem Medienrummel und dem Druck nicht gewachsen ist, muss man Konsequenzen ziehen.»

    Die hat Öner bereits gezogen. «Ein Boxer, der aufgibt, muss aufhören», lautete seine Ansage. Der in Bocholt geborene Türke ließ kein gutes Haar an seinem Angestellten, den er Wochen zuvor noch als größte deutsche Schwergewichts-Hoffnung bezeichnet hatte und zum Helden aufbauen wollte. «Hiermit ist er frei. Ich übergebe ihn der Masse. Sie kann ihn haben und zu Hause ausstopfen. Alle reißen sich den Hintern auf, und der Typ quittiert den Dienst», fluchte Öner und verriet seine Geschäftsformel: «Boxer sind die Gladiatoren der Neuzeit.»

    Beinahe hätte Kretschmann noch gewonnen. Ringrichter Heinrich Mühnert, der mit lettischer Lizenz die Aufsicht führte und seinen Punktrichtern während des Kampfes erklärte, wie richtig gewertet wird, wollte Bachtow wegen Nachschlagens disqualifizieren. Der Russe hatte den Fauxpas begangen, als Kretschmann ihm während des Kampfes urplötzlich den Rücken zukehrte, abwinkte und in seine Ecke stapfte. Das Geschenk wies Öner aber brüsk zurück. «Ich haben dem Supervisor gesagt: Ihr müsst mir keinen Gefallen tun. Ich möchte keinen desolaten Sieger haben.»

    Wesentlich besser machte es Weltmeister Yuriorkis Gamboa. Der Kubaner verteidigte seinen WM-Titel im Federgewicht erfolgreich gegen den zuvor unbesiegten Argentinier Jonathan Victor Barros. Anders als sonst musste der Champion diesmal aber über zwölf Runden gehen. Doch für den Hochgeschwindigkeits-Boxer war es nur eine Stippvisite in Deutschland. Seine Bühne steht in den USA beim dortigen TV-Sender HBO. Ob Sat.1 dem Boxen und Öners Arena die Treue hält, ist eine Quoten-Frage. 15,7 Prozent Marktanteil (2,75 Millionen Zuschauer) ist zumindest die erhoffte zweistellige Größe.

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