Zbik frustriert: Vorerst kein Kampf in Amerika
Schwerin (dpa) - Für Box-Weltmeister Sebastian Zbik aus Schwerin ist die Hoffnung auf einen Kampf in Amerika vorerst geplatzt.
Anstelle des Universum-Profis benannte der Weltverband WBC den Mexikaner Julio Cesar Chavez Jr. als Pflichtherausforderer von WBC-Mittelgewichts-Weltmeister Sergio Gabriel Martinez aus Argentinien, teilte der Verband auf seiner Website mit. «Das ist eine Riesensauerei. Ich warte seit über einem Jahr auf den großen WM-Kampf, der mir in diesem Frühjahr zugesichert wurde. Und nun das», sagte der 28 Jahre alte Zbik.
Der in seinen 30 Profi-Kämpfen ungeschlagene Zbik ist seit dem 11. Juli vergangenen Jahres nach einem Sieg über den Italiener Domenico Spada Interims-Weltmeister des WBC. Der reguläre Champion Martinez sollte noch in diesem Jahr gegen Zbik boxen, ehe der WBC seine Entscheidung zugunsten des 24 Jahre alten Sohnes der mexikanischen Box-Legende Julio Cesar Chavez änderte.
Wie es für Zbik nun weitergeht, ist offen. «Ich muss diese für mich völlig unverständliche Entscheidung erst verarbeiten», sagte der WBC-Champion, der derzeit im Urlaub weilt. Dort hat er auch das siegreiche Comeback von WBA-Weltmeister Felix Sturm am Fernsehen verfolgt. «Das war zu wenig für einen WM-Kampf. Gegen Gegner anderen Kalibers reicht das mit Sicherheit nicht», sagte Zbik.
Der Schweriner fühlt sich für ein Duell mit Sturm gerüstet. «Ich bin bereit. Das wäre eine WM auf einem boxerischen Niveau, wie man sie hierzulande von zwei deutschen Boxern lange, lange nicht gesehen hat», meinte er. Auch der Zeitpunkt wäre ihm recht. Sturm hat angekündigt, im Dezember wieder boxen zu wollen. «Das passt», sagte Zbik.














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