40.000
  • Startseite
  • » Verbandsliga Südwest - Rheinlandliga
  • » TuS-Torhüter Jan Kramer erhält Lob von allen Seiten
  • Aus unserem Archiv

    TuS-Torhüter Jan Kramer erhält Lob von allen Seiten

    Kein Teaser vorhanden

    Am Ende waren beide Seiten irgendwo zufrieden: Salmrohr, weil es über weite Strecken stark gespielt hatte und den Vorsprung auf den Tabellenzweiten bei sieben Punkten konstant halten konnte, und Koblenz, weil es trotz zahlreicher verletzter und angeschlagener Akteure sowie Abstellungen ans Drittligateam immerhin zu einem Remis gekommen war. "Der FSV war wie zu erwarten spielerisch sehr dominant. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten hat sich meine Mannschaft aber prima verkauft. Ich bin stolz auf den Einsatz meiner Jungs und die klasse Leistung von Jan Kramer im Tor", lautete das Fazit von TuS-Coach Colin Bell. Sein Gegenüber Robert Jung stieß ins gleiche Horn: "Ich kann meiner Truppe kaum einen Vorwurf machen. Dass wir nicht öfters getroffen haben, lag primär am Koblenzer Keeper."

    Von Beginn an stand der 20-jährige Schlussmann der Schängel im Blickpunkt, hatte in der dritten Minute Glück, als Salmrohrs Top-Goalgetter Dino Toppmöller aus kurzer Distanz nur an den Außenpfosten köpfte. In der siebten Minute die erste Glanztat, des allerdings bei einigen leichten Bällen allzu oft nachfassenden Kramer: Toppmöllers wuchtigen Schuss aus 16 Metern fischte er aus der linken unteren Ecke.

    Dass die Abwehr des FSV nicht immer sattelfest war, verriet bereits der Schnitzer von Innenverteidiger Julian Hohns in der elften Minute. Sören Klappert schnappte sich die Kugel, steuerte zunächst alleine aufs Salmrohrer Tor zu, wurde dann aber im Strafraum von Andreas Hesslein abgedrängt. Die Gästeführung in der 18. Minute resultierte aus einem lang gezogenen Freistoß von Jens Brzenk in den Strafraum. Kein Salmrohrer fühlte sich zuständig, Torwart Karl-Heinz Kieren klebte auf der Linie und Klappert staubte aus zwei Metern lässig ab. Fast im Gegenzug der Ausgleich: Einen tückischen Toppmöller-Freistoß lenkte Kramer noch an die Latte, im Nachsetzen war Matondo Makiadi zur Stelle (19.). Bis zur Pause machte Salmrohr viel Druck, entwickelte gerade über die rechte Seite immer wieder viel Gefahr. Die TuS wackelte einige Male bedenklich; Jan Kramer aber nicht. Eine nach Meinung von FSV-Trainer Jung geradezu "sensationelle Parade" zeigte er in der 41. Minute bei Alex Adrians 15-Meter-Knaller, den er gerade noch zur Ecke wegfausten konnte. Mit dem Halbzeitpfiff wieder eine Unkonzentriertheit in der Hintermannschaft der Hausherren; Sascha Breitbach schlenzte den Ball aber vorbei (45.).

    Zumindest in der ersten Hälfte des zweiten Durchgangs ein ähnliches Bild: Das immer wieder von Kapitän Adrian und dem 120-fachen Zweitligaspieler Dino Toppmöller angetriebene Salmrohr rannte an, Koblenz mit den guten Innenverteidigern Sebastian Hahn und Stephan Krist verteidigte engagiert und engmaschig. Und was durchkam, wurde eine Beute von Kramer. Nach einem indirekten Freistoß aus acht Metern zeichnete sich der junge Koblenzer Schlussmann so etwa in der 64. Minute wiederum im Privatduell mit Toppmöller aus. Dessen zuschauender Vater Klaus und weitere rund 300 Besucher sahen aber dann, wie Power und Ideenreichtum des FSV gegen Ende nachließen. In der Schlussphase wurde es kaum noch einmal richtig eng für die TuS.

    "Salmrohr wird den Titel holen. Keine Frage. Unser Ziel, sie hier und heute noch ein wenig zu ärgern, ist aufgegangen. Mein Kollege Robert Jung hat eine starke Mannschaft zusammen, die zurecht so viel Punkte Vorsprung hat", erkannte Colin Bell nach der Partie ganz fair an.

    Von unserem Mitarbeiter

    Andreas Arens

    Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
    Meistgelesene Artikel