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    Neitersen und Malberg denken nicht ans Aufgeben

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    Schönspielerei bringt in der Spätphase der Saison nichts mehr. Wenn Florian Wirts (links oben) und die SG Neitersen/Altenkirchen die Klasse halten wollen, ist in Kyllburg voller Einsatz gefragt. Das gilt auch für die SG Malberg/Rosenheim, die in Bad Breisig ran muss.
    Schönspielerei bringt in der Spätphase der Saison nichts mehr. Wenn Florian Wirts (links oben) und die SG Neitersen/Altenkirchen die Klasse halten wollen, ist in Kyllburg voller Einsatz gefragt. Das gilt auch für die SG Malberg/Rosenheim, die in Bad Breisig ran muss.
    Foto: cst-medien

    SG Kyllburg - SG Neitersen/Altenkirchen (Sa., 17 Uhr). Torsten Gerhardt lässt keine Zweifel aufkommen. "Verschenken will die Rheinlandliga bei uns keiner", sagt Neitersens Trainer, dessen Team mit 29 Punkten Vorletzter ist, gleichauf mit dem Lokalrivalen SG Malberg und der SG Ellscheid. Allerdings ist die Situation, in der sich Gerhardts Mannschaft befindet, nicht die einfachste - ganz unabhängig von der Tabellenkonstellation. Unter der Woche fanden sich gerade mal fünf Feldspieler zum Training ein, gleich acht Spieler drohen für die Partie am Samstagnachmittag auszufallen. Stefan Bischoff, Mario Marth, Frank Bischoff, Jan Marc Heuten und Florian Tilhard sind verletzt, Ausfälle aus beruflichen Gründen drohen bei Maxim Hermann, Tobias Sander und Markus Sander. Von "Begleiterscheinungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt" spricht Neitersens Trainer angesichts der langen Liste. Und von einer Stimmung im Training, "die bei fünf, sechs Mann fast schon sarkastisch ist". An Resignation denkt Gerhardt aber noch lange nicht. "Ich denke, dass wir in den vergangenen Wochen einen kleinen Aufschwung erlebt haben. Wir werden uns nicht aufgeben."

    An den Gegner, der als Zwölfter des Klassements mit zehn Punkten mehr und frei von Sorgen das Saisonfinale genießen kann, haben die Neiterser gute Erinnerungen. "Das Spiel war hart umkämpft", sagt Gerhardt mit Blick auf das 2:0 auf dem heimischen Hartplatz "Emma". Und der Trainer warnt: "Die werden nicht vergessen haben, dass sie bei uns verloren haben, und garantiert keine Lust verspüren, sich ein zweites Mal schlagen zu lassen."

    SG Bad Breisig - SG Malberg/Rosenheim (So., 14.30 Uhr). Theo Brenners Abschiedstour durch die Rheinlandliga kommt einer Fahrt mit der Berg- und Talbahn gleich. Sportlich kommt die Mannschaft nicht vom Fleck, dafür ist die Runde emotional ein ständiges Auf und Ab. "Immer, wenn du denkst, dass sich die Lage stabilisiert, kommt der nächste Rückschlag", sagt der Trainer, der sich zum Saisonende in eine Pause verabschiedet. Jüngstes Beispiel in der Serie der Hiobsbotschaften: Björn Daginnus, gerade wieder genesen, hat sich beim bitteren 0:2 im Kellerduell gegen den FSV Trier-Tarforst einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt laut Brenner wohl bis zum Saisonende aus. In Bad Breisig fehlt zudem Peter Gerhardus, dafür kann Justin Keeler wieder mitmischen, der vergangenes Wochenende beim 2:2 gegen Schweich Gelb-Rot gesehen hatte und gegen Tarforst nicht dabei war. Die Niederlage gegen den Mitkonkurrenten aus Trier war für Malberg bitter, ist durch sie das Schneckenrennen im Kampf um den viertletzten Platz doch zu einem Dreikampf geworden. Von einer "Niederlage in einem Abstiegsendspiel" will Brenner trotzdem nichts wissen. "Uns war doch klar, dass irgendwie jedes Spiel ein Endspiel ist", sagt der Trainer. "Wie die Mannschaft gekämpft hat, war vorbildlich. Die Niederlage war keine eigene Unfähigkeit, sondern lag am starken Gegner."

    Was sein Team bei der SG Bad Breisig, für die es um nichts mehr geht, erwartet, kann Brenner schwer einschätzen. "Das ist kaum zu berechnen. In dieser Phase der Saison kann alles passieren." Das große Problem, das Malbergs Coach sieht: "Die Kraftakte machen sich bemerkbar - und ein Erfolgserlebnis, wie es gegen Schweich möglich war, fehlt meiner Mannschaft einfach."

    Von unserem Redakteur Marco Rosbach

    Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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