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    Mülheim gewinnt schwache Partie

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    Als "sympathischen Verein, der in der Rheinlandliga bleiben soll", hatte Mülheims Abteilungsleiter Wilfried Zils die Alfbachtaler im Stadionheft tituliert, und die SG 2000 half beim Ellscheider Unternehmen Klassenverbleib zunächst regelrecht mit. Nach nur fünf Minuten spazierte Jan Fritz auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch. Seinen Rückpass verwerte Artur Weirich umgehend zur Gästeführung. Nach 447 Minuten wurde SG-Schlussmann Michael Wall mal wieder überwunden. "Dabei war ich mit Durchgang eins noch zufrieden. Wir hatten doch sieben Abschlusssituationen, haben nur kein Kapital daraus geschlagen", meinte Mülheims Trainer Marco Wagner.

    Steffen Pistono sorgte für den Ausgleich, als er Ellscheids Torwart Maik Drinda ins Leere springen ließ (19.). Drinda musste nach 13 Minuten für den am Knie verletzten Andreas Sicken ins Tor. Aktionen von Albert Wall (30.) und Christian Wiersch (33.) entschärfte Drinda gut. Zur Pause hätten aber auch die Gäste führen können, denn nach einem Stellungsfehler von Marvin Etzkorn scheiterte Fritz nur knapp (43.).

    Das war es dann aber auch schon, denn nach der Pause taten sich beide Mannschaften nicht weh. Ellscheid konnte nicht, Mülheim wollte wohl nicht. "Eine Mischung aus Sommerfußball und Krampf", meinte auch Wagner. Die aufkommende Unzufriedenheit der Mülheimer Fans erstickte Kapitän Timo Theisen mit einer derben Verbalattacke in Richtung Zuschauer aber bereits im Ansatz.

    So banal es klingt, es war der Aufrüttler für die SG 2000. Nach einem Traumpass des eingewechselten Dominik Süßmeyer überlupfte Wiersch Ellscheids Schlussmann, der den Ball nicht mehr entscheidend abwehrte, zum schmeichelhaften 2:1 (83.). "Es war die erste gefährliche Aktion nach der Pause. Es ist unfassbar, dass wir hier nichts mitgenommen haben. Die Gegentreffer fallen zu einfach", sagte Ellscheids Coach Jörg Stölben.

    In der zweiten Minute der Nachspielzeit hielt auch er nochmals den Atem an, als sich ein Verzweiflungsschuss von Fritz gefährlich über Mülheims Schlussmann Wall knapp hinter dem Winkel senkte. Coach Wagner zog das Positive heraus: "Es spricht für uns, dass wir nun auch die sogenannten Kack-Spiele gewinnen."

    Von unserem Mitarbeiter

    David Geisbüsch

    Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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