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    Mayen scheitert an der Chancenverwertung

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    Das tut weh: Stephan Schikora (Zweiter von rechts) erlebte mit dem TuS Mayen eine bittere 1:2-Heimpleite gegen den SV Mehring. 
Foto: Andreas Walz
    Das tut weh: Stephan Schikora (Zweiter von rechts) erlebte mit dem TuS Mayen eine bittere 1:2-Heimpleite gegen den SV Mehring.
    Foto: Andreas Walz

    "Ihr müsst in Mayen auch mal die Kirche im Dorf lassen. Wir haben hier und heute gegen keine Gauklertruppe gespielt. Da kann es auch mal passieren, dass du nicht gewinnst. Wir müssen mal sehen, wo die Mannschaft herkommt und wo sie vor einem halben Jahr platziert war", redete sich Sek in Rage. Und damit hatte er sicher nicht Unrecht. Ob sich seine Mannschaft aber genauso über die Niederlage geärgert hat wie der Trainer selbst? "Das hoffe ich doch. Von den Spielern, die sich in jedem Training den Hintern aufreißen, weiß ich das. Ich habe zumindest gesehen, dass wir uns nicht haben hängen lassen." Ganz im Gegenteil, denn es war auch zu Beginn der TuS, der den Ton angab. Einzig der Führungstreffer wollte nicht fallen. Simon Berresheim scheiterte früh an SV-Schlussmann Thomas Hank, den Abpraller drückte Yannick Distelrath nicht über die Torlinie (3.). Und so war es André Weinberg, der nur drei Minuten später auf der Gegenseite auf und davon zog und die Moselaner in Führung schoss (6.). Weinberg stellte seinen Gegenspieler Leonid Merling immer wieder vor große Probleme.

    Mayen wirkte zunächst nicht geschockt: Damir Mrkalj kam nach einem weiten Einwurf von André Marx am langen Pfosten frei zum Schuss (19.), den Ausgleich markierte Mrkalj aber erst kurz darauf, als er einen Stellungsfehler des Mehringers Thomas Werhan kaltschnäuzig zum Ausgleich nutzte (23.). "Wir hatten sicher nicht die schlechtere Spielanlage", meinte auch Sek. Vor allem hatte Mayen die besseren Chancen. Stephan Schikora (31.) und Distelrath (35.) hatten die TuS-Führung vor Augen. Es war aber nicht der Tag der Mayener Offensive. Und irgendwie auch nicht der der Defensive. Mehrings Hüne Tobias Lorig, allein aufgrund seiner Statur alles andere als ein feiner Techniker, traf aus sechs Metern elegant mit der Hacke zur erneuten Gästeführung - 1:2 (41.). Und das reichte zum Sieg im Nettetal, denn im zweiten Durchgang verflachte die Partie.

    Torchancen erspielte sich keine der beiden Mannschaften, sehr zum Ärger von Sek: "Weil sich Mehring hinten reingestellt hat und wir dagegen kein Mittel gefunden haben. Das kommt davon, dass wir jede Woche eine andere Mannschaft aufbieten müssen."

    Mehrings Trainer Michael Schmitt, dessen Team nun bis auf zwei Punkte an TuS Rot-Weiß Koblenz herangerückt ist - der Spitzenreiter verlor überraschend mit 1:4 bei der SG Malberg -, sprach von einem Schlüsselerlebnis: "Diese Punkte waren ein hartes Stück Arbeit. Mit dem Nehmen dieser Hürde haben wir ein Ausrufezeichen gesetzt. Jetzt greifen wir ganz oben an, jetzt ist alles drin." Allerdings: Meisterlich war der Auftritt der Moselaner gewiss nicht. Das sah auch Sek so: "Unser stärkster Gegner in dieser Saison war Mülheim-Kärlich."

    Von unserem Mitarbeiter

    David Geisbüsch

    Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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