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    Aus der Bundesliga macht sich Sebastian Fuck wenig

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    Sebastian Fuck ist Kapitän der SG Idarwald und ist einer der besten Angreifer in der Bezirksklasse. 
Foto: Manfred Greber
    Sebastian Fuck ist Kapitän der SG Idarwald und ist einer der besten Angreifer in der Bezirksklasse.
    Foto: Manfred Greber

    Fuck spricht also auch überraschende Wahrheiten aus, eine Eigenschaft, die einen guten Kapitän auszeichnet. Seine Mannschaftskollegen sind auf jeden Fall der Meinung, dass Fuck ein guter Anführer ist. Denn diese Saison ist bereits seine vierte mit der Binde am Arm. Sein Aufgabenfeld in diesem Amt sieht er breit gefächert. "Wenn irgendwelche Feiern anstehen, bin ich für die Arbeitsverteilung verantwortlich. Meine Hauptaufgaben auf dem Platz sind, die Mannschaft in schwierigen Phasen zu motivieren und Action in das Spiel zu bringen." Eine solche "schwierige Phase" gab es auch beim 1:2 gegen Tabellenführer FC Brücken am vergangenen Wochenende. "Das war eine bittere Niederlage. Die zu verdauen, wird etwas länger dauern. Wir waren die bessere Mannschaft und hatten die deutlich bessere Spielanlage. Dann bekommen wir durch eine direkt verwandelte Ecke das 0:1", erzählt Fuck noch immer sehr enttäuscht.

    Sein Team will dieses Jahr vorne mitmischen, was bisher auch sehr gut gelang. "Vor der Saison war es unser Ziel, oben mitzuspielen. Doch ich persönlich möchte immer aufsteigen, Platz eins oder zwei sollte möglich sein. Wir haben außer gegen die SG Unnertal und jetzt gegen Brücken alle Spiele souverän gewonnen. Außerdem sind die Teams, gegen die wir bis jetzt gespielt haben, nicht besser als wir", zeigt sich der Stürmer, der sich auch im offensiven Mittelfeld wohlfühlt, selbstbewusst. Er weist auch auf die positive Entwicklung der Mannschaft hin. "Die letzte Saison war zwar durchwachsen, doch seit Ali Dibooglu Trainer ist, sind wir immer besser geworden. Viele unserer jungen Spieler haben eine richtig gute Entwicklung genommen und meiner Meinung nach, können wir in der Liga eine gute Rolle spielen."

    Auch Fuck persönlich möchte so gut es geht, zu einer erfolgreichen Saison beitragen. Der SG Idarwald würde sicher von einer ähnlich starken Saison ihres Stürmers profitieren, wie er sie 2010/2011 gezeigt hat. Damals wurde er nämlich mit 33 Toren Torschützenkönig in der Bezirksklasse West. Damit erzielte er fast die Hälfte der insgesamt 73 Saisontore der SG. Der drittbeste Torschütze Idarwalds in jener Saison war Simon Frick. Die beiden gelten als kongeniales Duo und verstehen sich auch sonst sehr gut, weswegen sie in Rhaunen nur "die Gebrüder Fruck" gerufen werden. Das erinnert etwas an den FC Bayern und "Robbery".

    In der aktuellen Spielzeit traf Fuck auch schon siebenmal ins Schwarze. Als den wertvollsten Treffer bezeichnete er dabei sein 1:0 gegen den VfL Weierbach, ebenfalls ein Kandidat für den Aufstieg, den man am Ende mit 2:1 bezwang.

    Das Kreispokalfinale 2009, welches die SG Idarwald mit 3:2 gegen den FC Brücken gewann, wird er immer in Erinnerung behalten.

    Fuck überlegte auch schon zu höherklassigen Vereinen zu wechseln. Die spielerischen Möglichkeiten dazu hat er, auch dank seines ersten Trainers bei den Aktiven, Patrik Welches. Unter ihm habe er sich gut entwickeln können. "Patrik Welches hat mir vor allem taktisch viel beigebracht. Ich habe fast auf jeder Position gespielt." Doch am Ende entschied sich Fuck für sein Studium der theoretischen Biologie. "Für ein höherklassiges Team fehlt mir einfach die Zeit. Wenn ich da nur einmal die Woche trainiere, würde ich nicht sehr oft spielen", begründet er seine Entscheidung. Doch auch mit Dibooglu als Trainer ist er sehr zufrieden. "Er ist ein relativ junger Trainer, der schon eine gute Entwicklung gemacht hat."

    Am Sonntag geht es für die SG zum TuS Mörschied II. Genug Zeit, sich vorzubereiten wird Fuck haben, denn vor dem Fernseher wird er den Samstagnachmittag wohl nicht verbringen...

    Martin Michel

    Regionalsport Süd - Klasse 4 - Bezirksklassen
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