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    Emmelshausen:Standesgemäßdank Standards

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    Foto: B&P Schmitt

    Es soll allerdings nicht vergessen werden, dass auch der TSV personell gebeutelt in die Partie gegangen war. Doch dass der Ausfall von einigen Leistungsträgern bei der Mannschaft von Peter Ritter deutlich besser aufgefangen werden kann als bei Sargenroth, wurde schnell deutlich: Wer sich die Mannschaftsaufstellung bei den Gastgebern durchlas, musste verwundert feststellen, dass auf der Bank mit Kevin Laasner nur noch ein Akteur der ersten Mannschaft saß, mit Maurice Klein sogar ein Spieler aus der Reserve von Beginn an auflief.

    Noch verwunderter reagierte das Publikum dann, als Ronny Mohr bereits nach zwei Minuten einen Eckball direkt zum 1:0 für Sargenroth verwandelte. "Abpfiff, Abpfiff", forderten die Zuschauer. Ein wenig fühlte man sich an die Partie in Unzenberg vor knapp einem Jahr erinnert, als ebenfalls Ronny Mohr zum 1:0 traf. Damals war auch schon Emmelshausens Torwart Christoph Smolarek der Unglücksrabe, weil der Ball ebenso haltbar war wie dieses Mal. Damals gewann Sargenroth allerdings auch mit 1:0. Dieses Mal nicht.

    Schnell wurde klar, dass das eine der wenigen Offensivaktionen der Gastgeber bleiben sollte. Fortan spielte nur noch Emmelshausen, scheiterte aber ein ums andere Mal an SG-Schlussmann Andreas Kasper. Der war allerdings in der 26. Minute bei einem Kopfball von Aschur David machtlos. Die Defensive hatte nach einem Eckball von Jochen Volk im Kollektiv geschlafen und David konnte unbedrängt einnicken. Überhaupt, die Abwehr. Die stand zwar unter Dauerstrom, machte sich aber oft das Leben selbst schwer, weil viele Bälle viel zu inkonsequent geklärt wurden. Beim 2:1 durch Daniel Hieronimus (32.) war es allerdings Keeper Kasper, der den in den Fünfer getretenen Eckball hätte klären müssen. Auch beim Freistoß durch Andreas Retzmann, der den Ball aus 27 Metern unter die Latte, aber eben auch direkt in die Tormitte, zum 3:1 (47.) hämmerte, sah Kasper nicht gut aus. "Ich hätte vielleicht den ein oder anderen Ball halten können", zeigte er sich selbstkritisch. Am Ende war er so etwas wie die tragische Figur, denn er verschuldete auch den Elfmeter an Aschur David, den Benjamin Reiner zum 4:1 (67.) verwandelte. Den Schlusspunkt markierte Jochen Volk, der nach glänzender Vorarbeit von Reiner nur noch zum 5:1 (83.) einschieben musste. Das war übrigens der einzige Treffer, der nicht nach einer Standardsituation gefallen war.

    TSV-Trainer Peter Ritter war voll des Lobes: "Wir haben nach dem 0:1 gut und ruhig weiter gespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen." Der TSV bleibt damit weiter oben dran, Sargenroth rutscht immer tiefer unten rein. "Wie heißt es doch so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagt Coach Georg. Der wollte seiner Mannschaft auch keinen Vorwurf machen. "Jeder hat sein Bestes gegeben. Die Moral stimmt auf jeden Fall." Und vielleicht stimmt auch nächste Woche das Personal.

    Regionalsport Süd - Klasse 2 - Bezirksliga Nahe
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