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    VfR Kirn schlägt den SCB diagonal

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    Andreas Spenst (rechts), der hier gegen Birkenfelds Linksverteidiger Christian Jahn grätscht, erzielte die wichtige 2:1-Führung für den VfR Kirn im Landesligaduell im Stadion am Berg. 
Foto: Joachim Hähn
    Andreas Spenst (rechts), der hier gegen Birkenfelds Linksverteidiger Christian Jahn grätscht, erzielte die wichtige 2:1-Führung für den VfR Kirn im Landesligaduell im Stadion am Berg.
    Foto: Joachim Hähn

    Der diagonale Doppelschlag ereilte den SCB nach etwas mehr als einer Stunde, 1:1 stand es da. Simon Wagner hatte den Ball ganz rechts im Bereich der Mittellinie am Fuß und wurde nicht angegriffen. Der Kirner Rechtsverteidiger nutzte die Zeit, die ihm gewährt wurde, schaute auf und sah auf der anderen Seite Andreas Spenst heftig winken. Die Birkenfelder Kette mit Radoslav Mehrwald rechts hinten hatte die Gefahr noch nicht realisiert und stand sorglos hoch. Prompt flog Wagners Diagonalpass über Mehrwald. Spenst lief in das Zuspiel, nahm den Ball im Rücken der Birkenfelder Kette an und versenkte trocken zum 2:1 (61.).

    Kurz darauf das gleiche Spiel, wenn auch nicht ganz so perfekt vom VfR ausgeführt, aber genauso erfolgreich. Diesmal passte Johannes Mudrich (natürlich auch nicht attackiert) diagonal. Der Ball kam zentraler im Birkenfelder Strafraum runter. Dort waren sich Alexander Engel und Torwart Jens Hoferichter uneinig. Alexander Bauer spritzte dazwischen und brauchte nur noch das leere Tor zu treffen - 3:1 (63.). "Wir haben die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht", fand VfR-Trainer Willi Kossligk, und selten passte eine Floskel besser. Denn die Kirner nutzten die schwächste Phase des SC Birkenfeld gnadenlos aus.

    Allerdings hatte der SCB nicht besonders viele gute Phasen. Ohne den kranken Ruslan Lataev agierte die Mannschaft von Trainer Michael Rodenbusch entsetzlich fehlerhaft. Weil auch Kirn über weite Strecken alles andere als sicher kombinierte, entwickelte sich eine wenig ansehnliche Partie - streckenweise sogar eine, die mehr an Flipper erinnerte. Der Ballbesitz wechselte nach Fehlpässen ständig. Trotzdem war der VfR besser, und das hatte zwei Gründe: Erstens setzte das Kossligk-Team mehr Höhepunkte und zweitens war es präsenter. Das analysierte Rodenbusch genauso: "Wir waren nicht so spritzig wie sonst." Und auch Kossligk stieß in dieses Horn: "Wir waren deutlich agiler." Rodenbusch übte deshalb bemerkenswerte Selbstkritik: "Wir haben einen Tag vor dem Spiel trainiert. Möglicherweise haben wir da zu viel gemacht."

    Wie dem auch sei, der SCB hatte zunächst mehr vom Spiel und auch einige Halbchancen. Doch ähnlich wie bei der einen oder anderen Kontergelegenheit des VfR wurde es nicht wirklich gefährlich. Die erste richtige Großchance vergab der SCB. Marco Orth brachte die Kugel nicht an Sascha Kreuzer im Kirner Tor vorbei (22.).

    Zwei Minuten später lag Kirn vorne. Wagner spielte einen (na klar) Diagonalpass. Spenst ließ für Bauer durch. Bauer flankte hart vors Tor, wo Keven Lang-Lajendäcker die Kugel zum 1:0 ins Eck legte (24.). Neun Minuten später glich Orth per Kopf aus (33.).

    Vor der Pause besaßen beide Teams zwei Chancen zur Führung, doch Christian Jahn köpfte für den SCB ans Außennetz (40.) und Mudrich hob die Kugel übers Tor (41.). Nach Kirns Doppelschlag hatte der SCB zweimal noch die Gelegenheit zurückzukommen, doch Andreas Grebes Schuss zischte vorbei (66.), und Orth scheiterte an Kreuzer (70.). In der 85. Minute band der VfR den Sack dann zu. Mudrich netzte. Natürlich nach einem diagonalen langen Ball...

    Sascha Nicolay

    Regionalsport Süd - Klasse 1 - Landesliga
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