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    Spätes Tor beschert der SG glücklichen Sieg

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    Beide Mannschaften wollten in den Schlussminuten den Erfolg. Doch keinem der Kontrahenten schien das zu gelingen. Eine einzige Unachtsamkeit in der TSV-Hintermannschaft gestattete den Meisenheimern das glückliche Siegtor. Nach einem weiten Abschlag von SG-Keeper Marco Wietrzychowski landete der Ball nach mehrfachem Aufspringen im Strafraum der Gäste. Neben Torwart Alexander Merz standen noch die Innenverteidiger Stefan Scheel und Erik Coutandin bereit, um die Situation zu klären. Von der SG war nur Tiedtke in Ballnähe. Doch die Langenlonsheimer stellten sich so ungeschickt an, dass Tiedtke am Ende die Kugel ins leere Tor köpfen konnte (90.).

    Den Ausgleich nach dem 0:1-Pausenrückstand der Gastgeber hatte Sven Sutor erzielt. "Der braucht nur zehn Minuten, um seinen Spaß zu haben", hatte Werner Lamneck am Dienstag nach dem 2:0-Sieg über den SV Oberkirn über seinen Edel-Joker gesagt. In der Schlussphase hatte der SG-Trainer Sutor eingewechselt. Der bedankte sich mit dem zweiten Treffer, der den Erfolg endgültig besiegelte. Exakt zehn Minuten nach seiner Einwechslung waren gestern Abend vergangen, da stand Sutor wieder goldrichtig. Nach einem Freistoß von Julian Dörschug war Michael Praß angeköpft worden. Von ihm prallte der Ball vor Sutors Füße. Er musste nur noch abstauben (65.). Es war sein dritter Treffer als Einwechselspieler in drei aufeinanderfolgenden Partien.

    Die erste Halbzeit war an die Gäste gegangen. Die Meisenheimer hatten zwar längere Ballbesitzzeiten, strahlten aber kaum Torgefahr aus. Dass die Gastgeber mit sich und ihrem Spiel unzufrieden waren, spiegelte sich auch in den Gelben Karten wieder. Nachdem Dominik Lenz nach einem Foul an Dennis Pala verwarnt worden war, sah sich Wietrzychowski bemüßigt, mit dem Schiedsrichter eine Diskussion anzufangen. Auch er sah Gelb. Sascha Maurer musste sogar zur Vorsicht ausgewechselt werden, denn er war Gelb-Rot gefährdet. Für ein rüdes Foul an Sven Coutandin an der Außenlinie hatte er den Karton gesehen (37.). Danach ließ er sich noch auf ein Streitgespräch mit dessen Bruder Erik Coutandin ein. Maurer lief langsam heiß. Die Erfahrung zeigt: Da drohte höchste Gefahr. SG-Trainer Werner Lamneck zog die Konsequenz und nahm seinen Hitzkopf vom Feld.

    Die einzige halbwegs Erfolg versprechende Möglichkeit hatten die Meisenheimer in der 22. Minute. Nach einer Flanke von Dörschug kam Björn Gillmann zum Kopfball. Doch Jochen Koch konnte klären. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste bereits. Scheel hatte einen Ball auf Erik Coutandin geschlagen. Der legte ab für Seyfeddin Dogrul. Der Weg zum Tor war frei. Dogruls Schuss prallte vom linken Innenpfosten ins Meisenheimer Gehäuse (6.). Wenig später musste Dogrul verletzt ausgewechselt werden.

    Die Langenlonsheimer zeigten sich im ersten Abschnitt sehr variabel und einsatzfreudig. Der linke Außenverteidiger Waldemar Stoll tat auch viel für den Angriff. Erik Coutandin war bei jeder Standardsituation vorne zu finden, bei Meisenheimer Ballbesitz füllte er die TSV-Abwehr zur Fünferkette auf. Auch Dogrul pendelte bis zu seinem Ausscheiden zwischen Mittelfeld und Spitze. Die Gäste versäumten es allerdings, sich klare Chancen herauszuspielen und ihren Vorsprung auszubauen. Dafür wurden sie nach der Pause bestraft.

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