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    Moral und Einstellung sichern der SG Meisenheim Sieg über den TSV Langenlonsheim

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    Abwehr trifft auf Angriff: Die SG-Defensivakteure Benjamin Dilfer (rechts) und Niklas Klippel (hinten rechts) gegen die TSV-Stürmer Maximilian Dhom (Mitte) und Hendrik Oehme (hinten links). Links: Sebastian Muth.
Foto: Klaus Castor
    Abwehr trifft auf Angriff: Die SG-Defensivakteure Benjamin Dilfer (rechts) und Niklas Klippel (hinten rechts) gegen die TSV-Stürmer Maximilian Dhom (Mitte) und Hendrik Oehme (hinten links). Links: Sebastian Muth.
    Foto: Klaus Castor

    Der Erfolg hätte viel deutlicher ausfallen können. Im zweiten Durchgang ließen die Meisenheimer etliche Konterchancen liegen. SG-Coach Dieter Müller nahm dies zum Anlass, ein wenig Kritik zu üben, gleichzeitig aber auch, um Lob auszusprechen. "Natürlich hätten wir das eine oder andere Tor nachlegen müssen. Aber man muss auch erst einmal die Wege gehen, die wir gegangen sind. Was die Mannschaft physisch leistet, ist sensationell." Da Felix Frantzmann, der zuvor mehrfach unglücklich gescheitert war, in der 83. Minute doch noch das Tornetz zum Zappeln brachte, konnte Müller über die Unzulänglichkeiten im Abschluss hinwegsehen und es seinen Kickern verzeihen, dass sie auch nach diesem Treffer weiterhin Fahrkarten außergewöhnlicher Art schossen.

    Über seinen Torhüter durfte sich der Meisenheimer Trainer in der 17. Minute aufregen. Marco Wietrzychowski tänzelte allzu lässig durch den eigenen Fünfmeterraum und sah keine Gefahr darin, dass Langenlonsheims Nico Gonschorek allmählich die Fährte aufnahm und den Keeper attackierte. Weder Wietrzychowski noch Gonschorek bekamen den Ball nach ihrem Zweikampf unter Kontrolle, dafür rollte er zu Maximilian Dhom, der die Kugel in die Maschen grätschte. Ein unfassbarer Fehler des Meisenheimer Torstehers, über den Müller nicht begeistert war, schließlich hatte er den erfahrenen Keeper wieder ins Tor gestellt und den jungen Christopher Helker verbannt, um über mehr Routine auf dieser Position zu verfügen. "Und dann passiert so etwas", grummelte Müller. "Klar, dass ich mit ihm darüber sprechen werde."

    Redebedarf dürfte es beim TSV über die Phase nach dem Führungstreffer geben. Bis zu diesem hatten sie das Spiel ausgeglichen gestaltet. Die Räume, die sich danach zum Kontern boten, nutzten sie nicht aus. "Wir hatten sehr viele Ballverluste und haben die Meisenheimer dadurch in dieses Spiel reingeholt", monierte TSV-Trainer Michael Schilz, schränkte aber ein, dass das mit der personellen Situation zusammenhing: "Christian Wawrock und Erik Coutandin sind kurzfristig ausgefallen. Da brechen dann Automatismen weg." Der Meisenheimer Ausgleich fiel in der 31. Minute. Alexander Tiedtke überwand TSV-Keeper Torsten Bochinsky mit einem trockenen Schuss, nachdem ihn die Langenlonsheimer am Strafraum alleine gelassen hatten. Auch beim 2:1 wirkte Tiedtke mit. Er schickte Marcel Schuster mit einem präzisen Steilpass in den Strafraum. Dort leitete der Mittelfeldspieler auf Marc Altvater weiter, der nur noch einschieben musste (44.). Der TSV hatte den vielen Meisenheimer Chancen nur noch zwei Gelegenheiten kurz nach dem Seitenwechsel (46., 47.) entgegenzusetzen. Das Heimteam machte im Abschluss zwar wahrlich nicht alles richtig - doch zum verdienten Sieg reichte es.

    Von unserem Mitarbeiter

    Christoph Erbelding

    Regionalsport Süd - Klasse 1 - Landesliga
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