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    Fabel-Zeit! Marokkaner Younes Ammouta pulverisiert Streckenrekord in Horn

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    Ein Männlein (fast) allein im Walde: Younes Ammouta (links) deklassierte die Konkurrenz beim 22. Honiglauf in Horn. Bester Hunsrücker war Christian Rötsch (rechts Foto, Zweiter von rechts mit der Nummer 3). Der Sevenicher kam als Zweiter fast vier Minuten nach dem sechsfachen marokkanischen Meister ins Ziel.
Fotos: Hardy Beissel
    Ein Männlein (fast) allein im Walde: Younes Ammouta (links) deklassierte die Konkurrenz beim 22. Honiglauf in Horn. Bester Hunsrücker war Christian Rötsch (rechts Foto, Zweiter von rechts mit der Nummer 3). Der Sevenicher kam als Zweiter fast vier Minuten nach dem sechsfachen marokkanischen Meister ins Ziel. Fotos: Hardy Beissel
    Foto: Hardy Beissel

    Der Sevenicher Christian Rötsch hat im Hunsrück alles gewonnen, was man gewinnen kann - außer den Honiglauf in Horn. Zum wiederholten Male musste sich Rötsch mit Platz zwei begnügen. Rötsch lief in guten 34:26 Minuten ins Ziel. Sieger Younes Ammouta war da schon auf dem Sprung unter die Dusche. "Das ist eine andere Liga", sagte Rötsch. "Ich habe ihn nach dem Start direkt laufen gelassen. Im Fußball kann man glücklich gewinnen, im Laufen siegt immer der Schnellste."

    Bronze ging an Brahim Chalgoum. Der Marokkaner ist der Grund, warum Rötsch in Horn nicht Erster werden kann. Jahr für Jahr kommt Chalgoum zum Honiglauf und bringt einen Top-Athleten mit. Seit mehr als einem Jahrzehnt sind Chalgoum und der Horner Organisator Wolfgang Jahn dicke Freunde. "Ich habe mit Wolfgang einen Lebensvertrag abgeschlossen", lachte Chalgoum. "So Gott es will und ich gesund bin, kommen wir immer nach Horn." Diesmal hatte Chalgoum, der in Deutschland sechs Läufer betreut, Younes Ammouta im Schlepptau. Die Vita des 30-Jährigen liest sich imposant: Sechsmal wurde er marokkanischer Meister, erst jüngst sorgte Ammouta mit dem Sieg beim Koblenzer Mittelrhein-Halbmarathon für Aufsehen. Seine Bestzeit über zehn Kilometer liegt bei 28:40 Minuten - auf ebenerdigem Asphalt unter Top-Bedingungen. In Horn war er exakt zwei Minuten langsamer. "Aber hier ist es ja auch schwieriger", sagte Ammouta. "Hier ist Wald, hier geht es rauf und runter, du läufst vom Start weg alleine. Deshalb bin ich sehr zufrieden."

    Beeindruckende 30:40 Minuten standen am Ende bei Ammouta zu Buche. Ein Rekord für die Ewigkeit? "Das ist Wahnsinn, in Deutschland gibt es niemanden, der diese Zeit auf dieser schwierigen Wald- und Wiesenstrecke laufen kann", zollte auch der 46-jährige Halsenbacher Peter Christ seinen Respekt. Der Hunsrück-Marathonsieger von 2004 wurde Fünfter in 37:36 Minuten. "Für mich ist es supergut gelaufen, dafür dass ich in diesem Jahr so wenige Kilometer wie seit 21 Jahren nicht mehr abgerissen habe."

    Mehr als 100 Kilometer pro Woche "reißt" derzeit Sabine Rech ab. Die Neuerkircherin hat schon mit der Vorbereitung auf den Hunsrück-Marathon am 28. August begonnen. In Horn distanzierte Rech die Konkurrenz. Die Hessin Liv Pabst aus Bad Vilbel und Streckenrekordhalterin Vera Martens (Spiridon Frankfurt, gewann 2004 in 37:49 Minuten) hatten gehörigen Abstand auf die Neuerkircherin. "Mit Vera hatte ich eigentlich als Siegerin gerechnet. Dass ich 3:30 Minuten vor ihr im Ziel war, erstaunt mich schon", sagte Rech, die nach 39:05 Minuten ihr Tagwerk vollendet hatte.

    Beim Jedermann-Lauf über fünf Kilometer siegte ein gebürtiger Engländer. Kenton Cocker ist auch ein Schützling Brahim Chalgoums. Nach 16:02 Minuten war Cocker im Ziel. "Und das bei seinem ersten Lauf nach sieben Monaten Verletzungspause", war Chalgoum mit Cocker genauso zufrieden wie mit Younes Ammouta. Der neue Bestmarkeninhaber des Honiglaufs fuhr mit satten 18 Pfund Honig im Gepäck nach Hause. Eine Rekordprämie - eben genau passend zu Ammoutas Rekordlauf.

    Von unserem Redakteur

    Michael Bongard

    Regionalsport Süd - Klasse 10 - Sonstiger Sport
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