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    Mülheim zaubert vor seinem Heimpublikum

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    Der TV Nieder-Olm (blaue Trikots) hatte im Duell mit Mülheim meist das Nachsehen. 
Foto: Wolfgang Heil
    Der TV Nieder-Olm (blaue Trikots) hatte im Duell mit Mülheim meist das Nachsehen.
    Foto: Wolfgang Heil

    In der Schlussviertelstunde jagte ein Kabinettstückchen das nächste, vielen davon fehlte allerdings ein positiver Abschluss. Im Angesicht einer deutlichen Führung von elf Toren (33:22) konnten es sich die Mülheimer durchaus leisten, den einen oder anderen Trick zu versuchen und damit dem Publikum noch einmal attraktiven Handball zu bieten.

    Von diesen Aktionen wollte Bjarnason aber keine besonders herausheben, der Höhepunkt war für ihn der Sieg, mit dem sich die Mannschaft von ihrem Publikum und drei Stammspielern sowie dem "Feuerwehrmann" Fabian Jung verabschiedete. Jung war besonders zur Saisonmitte sehr gefragt, als Mülheim Spiele mit nur sieben oder acht Akteuren absolvieren musste - für Jung war es Ehrensache, seinem alten Trainer zu Regionalligazeiten da auszuhelfen.

    "Wir haben den vier Leuten einen tollen letzten Heimauftritt gegeben. Und wenn es nach mir ginge, könnte die Saison jetzt gern zu Ende sein", sagte Bjarnason. In der kommenden Woche muss er mit seinem Kader aber noch einmal bei der SG Ottersheim antreten. Und wenn Mülheim da genauso auftritt wie im Heimspiel gegen Nieder-Olm, dann kann Bjarnason den 15. Saisonsieg seiner Mannschaft einkalkulieren.

    Gegen den Tabellennachbarn zelebrierten die Gastgeber vor allem im zweiten Durchgang einen erfolgreichen Tempohandball. War der Spielverlauf bis zum 21:19 noch eher knapp zugunsten der Mülheimer, legten sie innerhalb von zehn Minuten einen 12:3-Torlauf hin. Bjarnason: "Da lief das Spiel wie geschnitten Brot. Valentin hat hinten sensationell gehalten, und vorn haben die Jungs konsequent die Angriffe abgeschlossen. Das war absolut sehenswert." Der Sieg war Mülheim damit so gut wie sicher.

    Auch wenn Nieder-Olm aufgrund der Vielzahl an misslungenen Mülheimer Trickspielen Tor um Tor aufholte, musste Bjarnason in der Schlussphase nie ernsthaft um die zwei Punkte bangen. "Die letzten zehn Minuten haben die Jungs in der Abwehr nicht mehr ganz so energisch zugefasst wie zuvor. Und die Aktionen vorn waren vielleicht ein bisschen Harakiri. Aber am Ende ist es egal. Wir hatten alle noch einmal unseren Spaß", sagte Coach Bjarnason.

    Außerdem sei der Auftritt für ihn noch einmal ein Spiegelbild für fast alle Heimspiele seiner Mannschaft in dieser Saison gewesen. Bis auf die Vergleiche mit Völklingen (25:27) und Bitburg (29:33) habe sich sein Team in den eigenen vier Wänden stark verkauft, konnte sogar allen drei Mannschaften auf den Podestplätzen die Punkte abnehmen. Und die Freude dürfte sich beim Blick auf die Tabelle sogar noch etwas gesteigert haben. Denn durch den Sieg klettert Mülheim ganze drei Plätze nach oben und rangiert aktuell mit einem Punkt hinter dem HV Vallendar auf Rang sieben. Mülheim hat trotz zwei Langzeitverletzten und vielen Höhen und Tiefen in dieser Saison - phasenweise musste sich der TV ernsthaft um den Klassenverbleib sorgen - schon jetzt vier Punkte mehr auf dem Konto als im Vorjahr. Dadurch ist dem TV auch eine bessere Platzierung gewiss.

    Mülheim: Inzenhofer, Pieper, Flöck - Vogt (9/3), Zerwas (3), Räder (3), Klapperich, Nauroth (6), Woods, Schwenzer (3), Langen (2), Schmitt (1), Reick (8).

    Von unserem Mitarbeiter

    Robert Eifler

    Regionalsport Mitte - Klasse 7 - Handball
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