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    TischtennisKOPIE_ID_469504/Zwei neue Spieler und ein neues Domizil

    Zweitliga-Aufsteiger FSV Mainz 05 nahm erstmals seine Neuzugänge Felipe Olivares und Tomas Mikutis sowie die BBS-Halle in Augenschein.

    Mainz - Die Tischtennisspieler des FSV Mainz 05 durften erstmals ihre beiden neuen Mitspieler beschnuppern. Der Litauer Tomas Mikutis und der Chilene Felipe Olivares waren aus dem Trainingszentrum im sächsischen Eilenburg angereist und bestritten zusammen mit ihren Teamkollegen Stanislav Horshkov, Benjamin Bator, Li Bing und Jonas Christmann eine gemeinsame Einheit.

    Dabei lernte die gesamte Mannschaft des künftigen Zweitligisten auch ihr neues Domizil kennen. Ihre Heimspiele richten die 05er ab sofort in der neuen Sporthalle der Berufsbildenden Schulen Am Judensand aus.

    Schmuckstück mutierte zur Sauna

    Abgesehen davon, dass die eingeschaltete Fußbodenheizung die Halle in eine Sauna verwandelte, präsentierte sich die Spielstätte als Schmuckstück. "Wir haben auf der Tribüne einen separaten Zuschauerbereich", erläuterte Abteilungsleiter Patrick Jahn. "Da haben wir auch keine Probleme, für Bewirtung zu sorgen, und können dem Publikum einen geeigneten Rahmen bieten. 05-Präsident Harald Strutz hat sich persönlich für uns eingesetzt. Wir sind ihm und der Stadt dankbar, dass sie uns auf diese Weise unterstützen."

    Felipe Olivares kam vor drei Jahren als 17-Jähriger aus Südamerika nach Deutschland. Er begann als Nummer sechs des Regionalligisten Sachsen Döbeln. "Dort habe ich 80 Prozent meiner Spiele gewonnen", sagt der mittlerweile 20-jährige schmächtige Bursche. "Von da an ging es jedes Jahr einen Schritt nach oben."

    Eindrucksvolle Rückrundenbilanz

    In der vergangenen Runde spielte der Chilene bei TTS Borsum in der Nordstaffel der Zweiten Bundesliga auf Position vier. Nach 8:10 Einzeln in der ersten Saisonhälfte gelang ihm in der Rückrunde eine Bilanz von 13:3. "Das Trainingscamp für die Saisonvorbereitung ist sehr hart", berichtet Olivares. "Zwei Monate lang trainieren wir in Eilenburg von Montag bis Freitag dreimal am Tag. Manchmal trainieren wir auch am Sonntag."

    Tomas Mikutis wechselte schon mit 16 Jahren in die sächsische Talentschmiede. Im ersten Jahr wohnte er in Eilenburg und spielte für Sachsen Döbeln in der vierten Liga. Danach lebte er die Hälfte des Jahres wieder in Litauen, um die Schule zu beenden. Im Sommer schaffte der großgewachsene 19-jährige Abwehrspieler seinen Abschluss und belegt jetzt einen Deutschkurs, um möglichst in Deutschland zu studieren. Wie Olivares war auch Mikutis vorige Saison für TTS Borsum im Einsatz.

    Olivares und Mikutis mit WM-Erfahrung

    Beide 05-Neulinge haben auch schon WM-Erfahrung gesammelt. Bei den Mannschafts-Titelkämpfen in diesem Jahr in Dortmund traten Litauen und Chile in der dritten Division an. Beide Nationalmannschaften verpassten den Aufstieg in die zweite Leistungsklasse, doch an den Neu-Mainzern lag das nicht. Olivares gewann zehn von elf Einzeln. "Verloren habe ich nur gegen Mattis Burgis", sagt der Chilene. "Und es war eng. Das Spiel endete 2:3." Auf den Letten, der schon für den TTC Grenzau in der Bundesliga gespielt hat, werden die 05er auch in der Runde treffen: Burgis ist die Nummer eins des Post SV Mühlhausen.

    Mikutis verlor in Dortmund zweimal. 2011, bei der Individual-WM in Rotterdam, schnitt der Litauer besser ab als sein neuer Teamkollege. Olivares schied als Zweiter seiner Vorrundengruppe aus, Mikutis dagegen qualifizierte sich als Gruppensieger für die Ausscheidungsrunde und setzte sich auch dort ein weiteres Mal durch. "Wenn ich noch ein Spiel gewonnen hätte, wäre ich im Hauptfeld gewesen", sagte der Litauer. "Ich war nahe dran."

    Gert Adolphi

    Regionalsport Mainz
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