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    Tischtennis: Glücklicher Erfolg dank Netzroller und Kantenball

    Mainz/Klein-Winternheim - Die zweite Mannschaft des FSV Mainz 05 hat in der Tischtennis-Oberliga den Rückstand auf Tabellenführer TVB Nassau verkürzt. Die 05er gewannen ihre Heimspiele gegen den VfR Simmern, einen Mitkonkurrenten um die Topplatzierungen, mit 9:7 und gegen TTF Besseringen mit 9:1.

    Mit seinem nervenstark errungenen Fünfsatzsieg im letzten Einzel bereitete der erst 16 Jahre alte Jurij Magit den 9:7-Erfolg der 05-Zweiten gegen den VfR Simmern vor. Foto: Archiv/Eßling
    Mit seinem nervenstark errungenen Fünfsatzsieg im letzten Einzel bereitete der erst 16 Jahre alte Jurij Magit den 9:7-Erfolg der 05-Zweiten gegen den VfR Simmern vor.
    Foto: Archiv/Eßling

    Von Gerd Adolphi

    "Der Sieg über die Simmerner war etwas glücklich", räumte der Mainzer Spielführer Christoph Sonn ein. "Deswegen sind wir sehr zufrieden."

    Die abschließenden fünf Partien in der Begegnung gegen den VfR wurden jeweils erst im fünften Satz entschieden. 5:6 lagen die 05er zu diesem Zeitpunkt zurück. Viermal setzten sich die Mainzer in diesen engen Matches durch. Doch nicht nur deshalb sprach Sonn von Glück.

    Ab und zu half ein "Fuchs"

    "Es gab ein paar Netz- und Kantenbälle, die für uns gelaufen sind", sagte der Spielführer. "Es fing in meinem zweiten Einzel an und hat sich dann durch das restliche Spiel gezogen. Wenn es eng wurde, kam ab und zu ein Fuchs."

    Sonns zweites Einzel war das erste der fünf letzten Spiele.Gegen den Jugendspieler Kevin Eckmann gewann der Spielführer die ersten beiden Sätze, musste den Ausgleich hinnehmen und geriet im fünften Durchgang in Rückstand. Nach 5:8 und 6:9 hatte Sonn beim 7:10 drei Matchbälle gegen sich. Mit fünf Punkten in Folge drehte er die Partie. "Das war ein Nervenspiel", sagte der 05er. Nach Christian Tomoskis 2:3-Niederlage lagen die Mainzer immer noch zurück. Orazio Amaru sorgte gegen Colin Heow für den erneuten Ausgleich. "Colin ist ein guter Mann für das hintere Paarkreuz", so Sonn. "Aber Ora hat stark agiert. Wenn er sich in einen Rausch spielt, ist er schwer zu schlagen."

    Die Psyche war entscheidend

    Im letzten Einzel standen sich in Jurij Magit und Chen Delong, der Sohn des Simmerner Topmanns Chen Zhibin, zwei Nachwuchsspieler gegenüber. In dieser vorentscheidenden Partie war nicht das Können, sondern die Psyche entscheidend. Den beiden 16-Jährigen unterliefen viele leichte Fehler Zweimal legte Magit einen Satzvorsprung vor, beide Male glich Chen Delong aus. Bei 9:7-Führung im fünften Durchgang kam der 05er an den Aufschlag. Mit zwei Angabevarianten, die er bis dahin noch nicht eingesetzt hatte, machte Magit direkte Punkte zum 11:7-Endstand. "Die hatte Jurij sich aufgespart", sagte Sonn. "Das hat er clever gemacht."

    Im Abschlussdoppel ging es um Mainzer Sieg oder Remis. Den ersten Durchgang gewannen Li Bing/Christmann klar, doch das VfR-Duo Chen Zhibin/Streicher biss sich in die Partie hinein. Wieder ging es in den fünften Satz. Mit 11:8 machten die 05er den Sack zu - natürlich mit einem Netzroller.

    Die Begegnung gegen die Besseringer war dann eine klare Angelegenheit, auch wenn in der Hälfte der Partien die Entscheidung erst im fünften Satz fiel. Magit drehte dabei gegen den unangenehmen Materialspieler Felix Freude einen 0:2-Rückstand zum Sieg. "Wir kannten Jurijs Qualitäten", sagte Sonn. "Wir wussten aber nicht, wie er mit dem Druck in der Oberliga klarkommt. So kann es weitergehen."

    Zweimal war auch der RSV Klein-Winternheim im Einsatz. Das Heimspiel gegen TTF Besseringen gewann der RSV 9:5, beim TuS Weitefeld-Langenbach verlor das Team 7:9. "Wir haben das geholt, was zu holen war", resümierte der Teamsprecher Yves Besier. "Wenn es in Weitefeld ganz glücklich für uns läuft, kann es auch 8:8 ausgehen. Aber die Niederlage war absolut verdient."

    RSV stand enorm unter Druck

    Wichtig war der Sieg, weil der RSV ansonsten gefährlich nahe an die Abstiegsregion gerutscht wäre. "Gegen Besseringen standen wir stark unter Druck, weil die zwei Punkte kommen mussten", sagte Besier. "Das ist aber ein Gegner, den man erst einmal schlagen muss. Das 9:5 klingt deutlich. Gefühlt war es aber eher ein 9:6 oder 9:7." Bis zum 5:5 lagen beide Kontrahenten gleichauf. Dann gewannen die Klein-Winternheimer vier Einzel in Folge.

    Besier holte zwar den letzten Punkt, haderte aber über seine vorangegangene Niederlage gegen Felix Freude. "Nach einer 2:0-Führung habe ich das Spiel verschenkt", ging der Teamsprecher hart mit sich ins Gericht. "Ich kann ihn schlagen." In Weitefeld gewann Matej Urbaneck beide Einzel im vorderen Paarkreuz. Viktor Sarrach ging gegen die gleichen Gegner leer aus. Doch daran wollte Besier die knappe Niederlage nicht festmachen. "Im Doppel drei ist es schiefgelaufen", sagte der Teamsprecher. "Das ist leider im fünften Satz weggegangen. Das war das Problem." Besier war an dieser Partie selbst beteiligt. Es war die erste Saisonniederlage im fünften Spiel für ihn und Nicolas Brusenbauch.

    Sport Mainz
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