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Weniger Formel-1-Rennen am Nürburgring

Mainz - Rheinland-Pfalz ächzt unter einem hohen Schuldenberg: Die hoch subventionierte Formel 1 soll nun weniger oft Station am Nürburgring machen. Außerdem will das Land niedrigere Zuschüsse aushandeln.

Formel-1 am Nürburgring
Am Nürburgring soll es bis 2016 nur noch zwei Formel-1-Rennen geben. (Archiv)
DPA

Am Nürburgring soll es weniger Formel-1-Rennen geben. Nach dem Großen Preis von Deutschland am 24. Juli soll dort nach den Vorstellungen der neuen rheinland-pfälzischen Landesregierung in der Wahlperiode 2011-2016 nur noch ein einziges weiteres Formel-1-Rennen ausgerichtet werden, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Freitag in Mainz. Vermutlich werde das 2013 oder 2014 sein.

Bislang gab es alle zwei Jahre im Wechsel mit dem badischen Hockenheim ein Formel-1-Rennen am legendären Nürburgring in der Eifel. In den rheinland-pfälzischen Koalitionsverhandlungen hatte sich Rot-Grün darauf geeinigt, die Subvention von 13 Millionen Euro pro Rennen "zurückzuführen". Rheinland-Pfalz ächzt unter einem Schuldenberg von 34 Milliarden Euro.

Lewentz kündigte mit Blick auf den auslaufenden aktuellen Vertrag des Nürburgrings mit den Formel-1-Rechteinhabern an, die Verhandlungen über die Fortsetzung würden in Kürze aufgenommen. Schon zum Grand-Prix-Rennen im Juli "werden wir hinfahren - weniger um den Kreisverkehr zu beobachten, sondern um die Gelegenheit zu nutzen, mit den Leuten zu sprechen". Mit Blick auf die Grünen ergänzte der neue Innenminister: "Wir haben einen Korridor beschrieben, wo man landen sollte bei den Verhandlungen."

Lewentz gab sich optimistisch, mit dem 80-jährigen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone zu einem guten Ergebnis zu kommen. Auch für den Hockenheimring seien mit dem Briten günstigere Vertragsbedingungen ausgehandelt worden. Rechte-Mitinhaber Ecclestone hatte auf mehrere Millionen Euro verzichtet und so das drohende Aus für die Formel-1-Rennen in Hockenheim verhindert.

Der Minister kündigte einen Erfahrungsaustausch "mit den Kollegen aus Baden-Württemberg" an. Zu Spekulationen, am Hockenheimring seien auch Firmen finanziell eingesprungen, sagte Lewentz: "Wer ein Milliönchen mitbringt, der ist herzlich willkommen." Noch sei aber für die Rennen am Nürburgring kein Sponsor in Sicht.

Vor allem der deutsche Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ziehe wieder mehr Publikum an. Für den diesjährigen Großen Preis von Deutschland am Nürburgring seien schon deutlich mehr Karten verkauft worden als vor zwei Jahren, teilte der Innenminister weiter mit. Zum internationalen Wettstreit um die Ausrichtung künftiger Formel-1-Rennen sagte er, für die Verantwortlichen bleibe Deutschland mit seinen mehr als 80 Millionen Einwohnern ein sehr wichtiger Markt.

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Leserkommentare (5)

1
von Fischkopp vom 20.05 - 19:41 Uhr
Warum sollen Steuermittel helfen die superreiche Formula1-Gruppe (Berni E.) noch reicher zu machen? Vernünftige Autorennen, o.k. aber nur wenn ...
2
von trusi vom 20.05 - 22:36 Uhr
Genauso könntest Du fragen: Warum sollten Steuermittel helfen die superreiche Ryanair auf dem Hahn noch reicher zu machen? was sollen denn die ...
3
von Woody Alien vom 21.05 - 07:02 Uhr
Lieber Rüdiger, wieso eliminiert eine Regierung unsere Wirtschaft, wenn sie 13 Millionen für ein Autorennen am Nürburgring nicht mehr zahlt?

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