Warum half Koblenzer JU-Mann im NPD-Wahlkampf?
Trier/Koblenz - Warum hat ein aktives Mitglied der Jungen Union (JU) Koblenz einer Gruppe von NPD-Anhängern während des Kommunalwahlkampfs 2009 in Trier beim Aufhängen ihrer Wahlplakate geholfen? Diese pikante Frage kann die Vorsitzende der JU Koblenz, Julia Kübler, noch nicht beantworten.
Im Trierer Prozess gegen den NPD-Landesvize Safet Babic wegen Körperverletzung steht auch ein Koblenzer JU-Mitglied in Trier vor Gericht.
Der Prozess vor dem Landgericht hatte am Donnerstag begonnen. Die Staatsanwaltschaft klagt neben Babic auch besagten 24-Jährigen aus Koblenz und einen 29-Jährigen aus Trier an, im Mai 2009 einen Mann, der zuvor Wahlplakate der NPD in der Trierer Innenstadt abgerissen hatte, krankenhausreif geschlagen zu haben. Zu diesem Vorwurf schwieg der 24-Jährige Koblenzer bisher. Zu Prozessbeginn erklärte er: "Ich gehöre nicht der NPD, sondern der Jungen Union Koblenz an."
"Selbstverständlich werden wir uns diesen Vorfall in Trier genau ansehen" sagte Kübler dem Trierischen Volksfreund. Laut Richtlinien der JU kann ein Mitglied ausgeschlossen werden, wenn es andere politische Parteien oder Gruppierungen öffentlich durch Aussagen oder Hilfeleistungen unterstützt. Ob es in diesem Fall ein Ausschlussverfahren gegen wird, könne sie jetzt noch nicht bestätigen, betonte Kübler. Man wolle den Fall genau prüfen und den Prozessverlauf abwarten.




















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