Wahnsinnsspiel: Mainz gewinnt nach 0:3 Rückstand in Wolfsburg noch 4:3
Wolfsburg – Es war ein Wahnsinnsspiel: Mit 4:3 hat sich Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 am Samstagnachmittag beim VfL Wolfsburg durchgesetzt. Und das nach einem 0:3-Rückstand und gegen Diego.
Für den FSV Mainz 05 schien die Sache noch vor dem ersten eigenen Torschuss gelaufen zu sein: 0:3 lag die Mannschaft am Samstag beim VfL Wolfsburg zurück, 0:3 nach drei Toren, von denen die Gastgeber sich selbst fragten, wie sie dazu gekommen waren.
Binnen sieben Minuten schien der zweite Spieltag der laufenden Saison zu einem rabenschwarzen Tag zu werden: In der 23. Minute legte 05-Linksverteidiger Christian Fuchs den Ball mit einem missglückten Kopfball in den Lauf von Edin Dzeko, der Bosnier ließ Bo Svensson aussteigen und schoss halbhoch ein. Nur vier Minuten später traf der VfL-Kapitän nach Vorarbeit von Mario Mandzukic zum zweiten Mal. Und nach einer halben Stunde provozierte Dzeko den Mainzer Innenverteidiger Svensson in Höhe des Mittelkreises zu einem katastrophalen Rückpass – Diego erlief den Ball, umdribbelte Wetklo und erzielte das 3:0.
"Wir haben nie den Glauben daran verloren, dass wir hier noch etwas holen können"
Für einen Moment wirkten die Gäste geschockt und ratlos – „aber wir haben nie den Glauben daran verloren, dass wir hier noch etwas holen können“, sagte später Adam Szalai. Dem Ungarn war es zu verdanken, dass aus diesem „etwas“ nicht nur ein Punkt, sondern deren drei wurden. Szalai nämlich, nach gute einer Stunde für Morten Rasmussen eingewechselt, erzielte in der 85. Minute nach Zuspiel von Radoslav Zabavnik, einer Drehung um Marcel Schäfer und einem 15-Meter-Schuss den 4:3-Siegtreffer für die Mainzer.
Die Krönung eines sensationellen Spiels der Rheinhessen, einer Aufholjagd, wie sie auch Manager Christian Heidel in seiner Zeit am Bruchweg noch nie erlebt hatte.
Der Däne Rasmussen hatte für erste Hoffung gesorgt, als er in der 39. Minute einen Distanzschuss des überragenden Elkin Soto mit der Hacke ins Wolfsburger Tor lenkte. Soto selbst traf drei Minuten nach der Pause nach Vorarbeit von Lewis Holtby zum 2:3, und der zur zweiten Halbzeit gekommene André Schürrle krönte seine Leistung mit einem Rechtsschuss aus 27 Metern Distanz ins rechte Eck.
Tuchel: "Das ist außergewöhnlich“
Thomas Tuchel zeigte sich hinterher von seiner Mannschaft restlos begeistert. „Wenn man sieht, mit welchem Mut wir auch nach dem Rückstand unser Spiel durchziehen, das ist außergewöhnlich“, sagte der Coach. „Da ist ein dickes Kompliment vom Trainer ans Team zu richten.“
Peter H. Eisenhuth





















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