Vergessene Wahlurne: Doris Ahnen ist ihr Direktmandat los
Mainz - Erst lag sie mit 19 Stimmen vorne, dann wurde eine vergessene Wahlurne wiedergefunden - und nun muss in Mainz Doris Ahnen (SPD) ihr bereits sicher geglaubtes Direktmandat an den CDU-Widersacher abgeben. Denn der liegt plötzlich um 13 Stimmen vorn.
Sie hat letztlich den wesentlichen Unterschied gemacht: Durch die vergessenen Urne mit Briefwahlunterlagen hat Doris Ahnen das Direktmandat an Wolfgang Reichel abgeben müssen. Der CDU-Mann hat mit 13 Stimmen die Nase vorn.
Wie berichtet, wurde im Mainzer Stadtteil Hechtsheim am Sonntagabend eine Wahlurne vergessen. Das teilte die Stadt am Montagmittag mit. Dabei handelte es sich um 223 Briefwahl-Stimmen. Ein Stadtsprecher sprach von einer sehr unangenehmen Panne. "Die haben einfach nicht realisiert, dass diese Kiste ausgezählt werden muss", sagte er.
Bis zum Montagmittag hatte die Kultur- und Bildungsministerin 19 Stimmen mehr auf ihrem Konto als Umweltdezernent Reichel von der CDU. Während Ahnen auf 34,0 Prozent der Wahlkreisstimmen kam, erzielte Reichel 33,9 Prozent. Ahnen zieht in jedem Fall über ihren Listenplatz in den Landtag ein.
Auswirkungen hat die Veränderung zugunsten Reichels auch für den CDU-Bewerber Bertrand Adams aus Trier. Nach Angaben eines Sprechers des Landeswahlleiters hatte die CDU bislang 27 direkt gewählt Abgeordnete und 14 kommen über die Liste in den Landtag. Der letzte von ihnen wäre Adams gewesen. Durch den Sieg Reichels gibt es nun eine Verschiebung: 28 Direktmandate und 13 erfolgreiche Listenkandidaten.




















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