Untreue-Verdacht am Ring: Justiz geht gegen Deubel vor
Nürburg/Koblenz - Rheinland-Pfalz. Razzia am Nürburgring: Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen die alte Führungsriege um den gefeuerten Ex-Boss Walter Kafitz, den früheren Aufsichtsratschef und Ex-Finanzminister Ingolf Deubel sowie hochrangige Banker und den weiter am Ring agierenden Unternehmer Kai Richter. Der Verdacht: Veruntreuung von Steuergeldern und Betrug oder Beihilfe.
Im Visier sind insgesamt acht Verantwortliche, darunter auch überraschend der frühere Geschäftsführer der landeseigenen Mittelstandsbank ISB, Hans-Joachim Metternich, inzwischen „Kreditmediator“ des Bundes. Sie alle sollen versucht haben, massive Geldspritzen vom Land für private Investoren beim 330 Millionen Euro teuren Ausbau am Nürburgring zu verschleiern. Ein Trick: Staatliche Geldspritzen für die private MSR und ihren Hauptgesellschafter „Mediinvest“ wurden über den Finanzvermittler „Pinebeck“ umgeleitet, der dafür satte Provisionen kassierte. Mediinvest-Chef Richter steht unter dem Verdacht der Beihilfe zur Untreue.
Akute Vermögensgefahr bestand für die landeseigene Ring GmbH auch: Auf der Basis eines dubiosen Provisionsvertrags wären um ein Haar vier Millionen Euro für die Vermittlung eines Phantom-Investors geflossen. Nur purer Zufall verhinderte dies.
Von Ursula Samary und Claudia Renner




















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