Stau an der Loreley: 200 Schiffe warten im Rhein - Wasser geht aus
St. Goarshausen - Nach dem Schiffsunglück im Rhein warten über 200 Schiffe auf die Weiterfahrt. Auf einigen geht inzwischen Essen und Wasser aus. Hilfsdienste wie das THW versorgen die Bootsleute vom Ufer aus, das herrschende Hochwasser auf dem Rhein macht derzeit alles schwieriger.
So werden auch frühestens am Montag die ersten Schiffe weiterfahren können. Freiwillige sollen sich beim Wasser- und Schiffahrtsamt Bingen melden, die dann zunächst testweise und kontrolliert an der havarierten "Waldhof" vorbeigeleitet werden. Zu den vermissten Männern des Tankers gab es Samstag einen ersten Hinweis: Eine Leiche wurde im Wasser treibend gesehen.
Nach dem Schiffsunglück im Rhein bei St. Goarshausen (Rhein-Lahn-Kreis) hat es am Samstag einen ersten Hinweis auf einen der beiden vermissten Bootsleute gegeben.
Eine Spaziergängerin habe etwa sieben Kilometer stromabwärts in Hirzenach (Rhein-Hunsrück-Kreis) einen mit einem blauen Overall bekleideten Mann im Wasser treiben gesehen, teilte die Einsatzleitung mit. Die herbeigerufene Wasserschutzpolizei habe nur wenige Minuten später den Rhein mit Booten und einem Hubschrauber abgesucht, allerdings nichts gefunden.
«Die Suche geht natürlich weiter», sagte der Sprecher. Nach der Havarie am Donnerstag waren zwei Männer lebend gerettet worden.
200 Schiffe warten auf Weiterfahrt - Lebensmittel und Wasser werden knapp
Schlechte Nachrichten für die rund 200 Schiffe, die derzeit wegen der Sperrung des Schiffahrtsverkehrs auf ihre Weiterfahrt warten: Das Wasser- und Schiffahrtsamt Bingen (WSA) lässt die auf Grund des Unfalls ausgesprochene Sperre vorerst weiter bestehen.
Das kostet nicht nur Geld sondern birgt auch ganz praktische Probleme: Das
Wasser- und Schifffahrtsamt versorgt gemeinsam mit dem Technischen
Hilfswerk einzelne Schiffe mit Lebensmitteln und Trinkwasser, beides wird auf einigen Booten langsam knapp.
Die Sperrung hält auch dann weiter an, wenn nach den Prognosen am Montagvormittag bereits in Kaub die Hochwassermarke II unterschritten sein wird. Damit wäre unter normalen Verhältnissen der Schiffsverkehr zwischen Bad Salzig und Lorch wieder freigegeben.
Frühestens Montag werden einige Lastschiffe testweise an Unglücksstelle vorbeigeleitet
Zur Entspannung der Situation wurde allerdings jetzt beschlossen: Sobald die Wasserstände an den Richtpegeln Kaub und Bingen die Hochwassermarke II (höchster Schifffahrtswasserstand) unterschreiten, wird das WSA Bingen einzelne zu Berg fahrende Schiffe ansprechen, um mit diesen bei Tageslicht die Passage des verunglückten Tankschiffs „Waldhof“ zu erproben.






















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