Soziale Netzwerke können Karrierekiller sein
Rheinland-Pfalz - Wer ausgiebig feiern geht, hat mit etwas Pech am Tag darauf Kopfschmerzen. Wer aber gerade in einem Bewerbungsverfahren steckt, dem könnte der Kater nach der großen Sause noch länger die Laune verderben.
Zum Beispiel dann, wenn Freunde bei der Party die Kamera zücken und sich der Jobkandidat plötzlich in wenig seriöser Pose fotografiert im Internet findet. Soziale Netzwerke wie Facebook und Wer-kennt-wen können dann zu echten Karrierekillern werden.
Vor allem junge Leute laden hier Fotos hoch - nicht immer im Bewusstsein, welche Folgen das haben kann. Bewerbungsexperten warnen eindringlich davor, sich durch freizügige Fotos und peinliche Kommentare im Internet selbst um den Traumjob zu bringen.
Denn die Personalchefs wissen um die Chance, ihre Kandidaten mit einem Mausklick besser und vor allem privater kennenzulernen, als Bewerbungsmappe und Vorstellungsgespräch das möglich machen.
Ein zweischneidiges Schwert
Dabei ist das Schwert durchaus zweischneidig: Immerhin gibt es auch spezielle Karriereportale im Netz, bei denen der Kandidat sich ins rechte Licht rücken kann. Das Internet ist eben auch Kontaktbörse und möglicher Karriereturbo.
Für den 25-jährigen Albert Metzger gilt das ohnehin, denn er macht eine Ausbildung zum Fachinformatiker. "Dass ich weiß, wie man sich im Internet präsentiert, wird vorausgesetzt. Und zwar zu Recht", findet er.
Dennoch: "Uns geht es im Internet nur darum, eine Bestätigung für den persönlichen Eindruck zu bekommen", sagt Natascha Diana Beinhauer, Personalreferentin bei Berzelius. Die heimischen Unternehmen wissen also zwar um die Möglichkeit, sich per Mausklick einen gläsernen Bewerber auf den Bildschirm zu holen. Aber sie verlassen sich nicht völlig auf den Eindruck aus dem Internet.
Für Boris Meurer von Schaefer Kalk hat sich eines gebessert: "Die Leute wissen mittlerweile, dass sie von Personalern im Netz beobachtet werden. Deshalb haben heute viele ihre Profile gesperrt."
Auch wenn ihm und seinen Kollegen die privaten Informationen über Job-Anwärter dann nicht mehr so leicht serviert werden, rät er dazu, von den Privatsphäre-Einstellungen der sozialen Netzwerke Gebrauch zu machen.
Im Internet bleibt Privates privat
Für Albert Metzger ist das selbstverständlich: Als er sich im Herbst um den Ausbildungsplatz beworben hat, konnte er sicher sein, auch im Netz einen guten Eindruck zu hinterlassen.




















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