Ring: Einigungsstelle entscheidet nun über Kündigungen
Koblenz/Nürburgring - Im Zusammenhang mit den geplanten Entlassungen am Nürburgring (wir berichteten) hat das Arbeitsgericht Koblenz die Einsetzung einer Einigungsstelle in Sachen Sozialauswahl für betriebsbedingte Kündigungen bestimmt.
Nun haben die beiden Verhandlungspartner - die Geschäftsführung der Nürburgring Automotive GmbH (NAG) und der Betriebsrat - die Entscheidung nicht mehr selbst in der Hand.
Das letzte Wort hat Peter Schmidt vom Landesarbeitsgericht Hamm als Vorsitzender der Einigungsstelle; wenn es darum geht, die Auswahlkriterien wie Alter, Familienstand und Betriebszugehörigkeit für die Kündigungen festzulegen. Geschäftsführung und Betriebsrat dürfen je zwei Beisitzer für die Verhandlungen bestellen.
Die Verhandlung vor dem Arbeitsgericht war notwendig geworden, weil die NAG die Verhandlungen mit dem Betriebsrat für gescheitert erklärt hatte. Aus Sicht von Betriebsrat und der Gewerkschaft Verdi waren die Verhandlungen allerdings "nur unterbrochen", wie Verdi-Fachbereichsleiter Jürgen Jung auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte.
"Wir haben keinen Bedarf für eine Einigungsstelle gesehen. Wir wollten direkt mit der Geschäftsführung über Kündigungen, Sozialauswahl und Interessenausgleich verhandeln. Dafür hatten wir alles vorbereitet."
Stellenangebote bestätigt
Indes bestätigte NAG-Geschäftsführer Karl-Josef Schmidt, dass das Lindner-Hotel Stellen ausgeschrieben hat: "Wir suchen Köche. Würde es in der aktuellen Belegschaft geeignete Mitarbeiter geben, würden die eingestellt."
Die Gewerkschaft Verdi plant für diesen Montag einen "Runden Tisch" in der Nürburger Graf-Ulrich-Halle. Ihr Kommen zugesagt zu der nicht öffentlichen Runde hätten auch Innenminister Roger Lewentz, SPD-Fraktionschef Hendrik Hering, Grünen-Fraktionschef Daniel Köbler und der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Licht in Vertretung für die CDU-Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner.
Von unserem Redakteur Jan Lindner



















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