Rheinland-Pfalz liegt bei Forschungsausgaben hinten
Rheinland-Pfalz. Das Land liegt unter den deutschen Bundesländern in der Schlussgruppe, wenn es um die Aufwendungen für die Forschung geht. Das ist ein Ergebnis aus dem am Dienstag veröffentlichten Ländercheck des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft.
Gemessen hat der Stifterverband unter anderem die öffentlichen und privaten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in der Wirtschaft, an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen sowie auch Patentanmeldungen und Drittmittel je Wissenschaftler.
Bewertet werden Forschung und Entwicklung (FuE) anhand von acht Teilkategorien. Rheinland-Pfalz weist laut Studie bei sechs davon Defizite auf und liegt bei zwei Kategorien im Mittelfeld. So kommt die Studie zum Schluss, dass die FuE-Aktivitäten in Hochschulen und Forschungseinrichtungen gemessen an der Wirtschaftskraft gering sind. "In keinem Bundesland wird in den Forschungseinrichtungen so wenig für FuE aufgewendet und gibt es gemessen an den Erwerbstätigen einen so geringen Anteil an FuE-Personal in Forschungseinrichtungen", heißt es. Die Zahl der Beschäftigten in dem Sektor war demnach an Hochschulen und in der Wirtschaft sogar rückläufig.
Ein Lichtblick sind laut Studie aber die durchschnittlichen FuE-Aufwendungen in der Wirtschaft und eine "positive Dynamik" bei den Aufwendungen in Hochschulen.
Am Ende der Rangliste finden sich neben Rheinland-Pfalz auch Brandenburg, Hamburg und Sachsen-Anhalt. In den süddeutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg wird am meisten in die Forschung investiert.
Der Verband fordert von Bund und Ländern insgesamt mehr Anstrengungen. Sie müssten auf dem Bildungsgipfel am 10. Juni ein klares Signal für mehr Bildungs- und Forschungsinvestitionen geben, sagte der Generalsekretär des Stifterverbandes, Andreas Schlüter. Zwischen 1997 und 2007 seien die Aufwendungen gemessen am Bruttoinlandsprodukt zwar deutlich gestiegen. Dies gehe aber im wesentlichen auf die Wirtschaft zurück.
Die Quote der Aufwendungen in Hochschulen wuchs dagegen nur um zwei Prozent. Auch die starke Stellung des Südens sei vor allem das Ergebnis einer innovationsfreudigen Wirtschaft. In Sachsen habe dagegen Forschung im Vergleich die höchste Haushaltspriorität. 5,9 Prozent der Nettoausgaben flossen der Studie zufolge in Forschung und Entwicklung.



















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