Professorin zeigt Kostenzwänge bei Jugendämtern auf
Beckmann sagt: "Bundesweit sieht es nicht besser aus." Während die Fallzahlen der Hilfen für Erziehung nach ihren Worten in die Höhe schnellen, sinken die Vollzeitstellen der Jugendhilfe drastisch wenn man das Personal für Kindergärten herausrechnet. "Im Klartext: Es bleibt immer weniger Zeit für immer mehr Kinder, die Hilfe brauchen."
"Anfang des Jahres wird in einigen Städten das Budget für stationäre Einrichtungen auf verfügbare Plätze umgerechnet. Ist das Budget aufgebraucht, können Kinder nicht mehr in einem Heim untergebracht werden", berichtet Beckmann. "Wir wissen von internen Dienstanweisungen in Jugendämtern, dass Mitarbeiter entgegen ihrer fachlichen Kriterien entscheiden müssen."
Beckmann will Strukturen verändern und Netzwerke knüpfen: "Ob Kindern ihre Rechte gewährt werden, hängt nicht vom Bedarf ab, sondern vom Geldbeutel der Kommunen. Das wollen wir ändern." Einen ersten Erfolg kann "Jede Woche 3" schon verbuchen: Nach "Sondierungsgesprächen" mit Kriminalbeamten und Rechtsmedizinern entstand 2009 etwa die "Koblenzer Resolution für einen bedarfsorientierten Kinderschutz".
Andrea Djifroudi (dpa)




















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