Nürburgring-Manager kritisieren Landesregierung
Mainz - Die Betreiber des Freizeitparks am Nürburgring haben der früheren Landesregierung unrealistische Planungen vorgeworfen und kritisiert, dass man 2009 ein Millionen-sparendes Angebot von F1-Boss Ecclestone ausgeschlagen habe.
«Der frühere Betreiber, die Nürburgring GmbH, wie auch die Veranstalter haben mit Besucherzahlen operiert, die allesamt falsch waren», sagte Geschäftsführer Kai Richter der «Süddeutschen Zeitung» (Freitag). Er sprach von einer «irrsinnigen Zahl von vier Millionen Gästen». Derzeit seien es «viel weniger» als eine Million im Jahr.
Das Land müsse noch 2011 über Vertragsänderungen entscheiden. Die private Nürburgring Automotive GmbH (NAG) will die Erhöhung der Pachtzahlungen streichen, das Land ist dagegen.
Die Verhandlungen über weitere Formel-1-Rennen am Ring mit Chefvermarkter Bernie Ecclestone verliefen gut. «Wir haben am Wochenende mit ihm in Indien verhandelt und eine sehr gut Ausgangsbasis gefunden», sagte Richter.
Jörg Lindner, Co-Geschäftsführer der privaten Nürburgring Automotive GmbH (NAG), erklärte gegenüber der „Süddeutschen“, dass Bernie Ecclestone dem Land 2009 einen Vertrag zu Hockenheim-Konditionen anbot. Die nahezu landeseigene Nürburgring GmbH soll das millionenschwere Angebot ausgeschlagen haben. Hockenheim hatte mit Formel-1-Boss Ecclestone einen hohen Preisnachlass ausgehandelt.
Zu besagtem Zeitpunkt existierte an der Eifel-Rennstrecke allerdings ein gültiger Formel-1-Vertrag bis 2011. Das zuständigen Mainzer Innenministerium weiß nichts von einem derartigen Angebot. Die CDU verlangt Aufklärung.
Die SPD-Alleinregierung hatte den Freizeitpark für 330 Millionen Euro bauen lassen, um Verluste der Formel 1 auszugleichen. Seit 2010 werden Rennstrecke und Freizeitpark von der NAG betrieben.




















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