Nürburgring: Land will Poker mit Ecclestone zügig starten - Boris Becker "außer Dienst"
Nürburgring. Rollt die Formel 1 weiter zum Ring, oder wird das Defizit fürs Land einfach zu teuer?
Der inzwischen zuständige Innenminister Roger Lewentz (SPD) geht nach „einem verheißungsvollen und positiven Gespräch“ mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone optimistisch in den Poker um Millionen. Die Verhandlungen sollen „sehr zügig beginnen“, aber ein Termin steht noch nicht fest.
Allerdings: Vor dem Millionenpoker mit F1-Boss Bernie Ecclestone hat sich Rot-Grün in Rheinland-Pfalz laut Innenminister Roger Lewentz (SPD) längst auf eine Verhandlungsposition geeinigt. "Wir haben in der Koalitionsvereinbarung festgelegt, dass wir mit einer Summe X in die Verhandlung gehen, um die Formel 1 am Nürburgring zu halten", sagte Lewentz am Dienstag in Mainz. "Wir haben natürlich für uns intern eine Obergrenze festgelegt. Ich würde es begrüßen, wenn wir die Formel 1 am Nürburgring halten könnten."
Ecclestone hatte dem Land versichert, „dass er den Nürburgring sehr schätzt und an einem langfristigen Vertrag interessiert ist“, sagte Lewentz. Seinen Hinweis auf die Konditionen in Ungarn werten die neuen Ringbetreiber so, dass der Brite womöglich nach Auslaufen des alten Vertrages auch zu einem günstigeren Abschluss bereit ist. Das Land, das bislang Verluste von bis zu 13,5 Millionen Euro übernimmt, will diese Subvention zurückfahren, aber möglichst kein Aus für die Formel 1 in der Eifel riskieren. Das Renn-Wochenende hat laut Lewentz „gezeigt, wie wichtig die Formel 1 für die Region ist“.
Die grüne Wirtschaftsministerin Eveline Lemke hat grundsätzliche Bedenken. Erst am Montag betonte sie in Koblenz wieder: "Eine Finanzierung aus Landesmitteln ist gegenüber dem Steuerzahler nicht gerechtfertigt."
Ex-"Ring-Botschafter" Boris Becker kam mit Sohn Noah zum Rennspaktakel an den Nürburgring
Auch ohne die Werbetrommel des 2009 für eine halbe Million Euro vom längst gefeuerten Ring-Manager Walter Kafitz „verpflichteten“ Nürburgring-Botschafter Boris Becker lockte die Königsklasse 68 000 Zuschauer in die Eifel. Das Tennisidol kam zwar mit Sohn Noah zur „Mercedes-Benz Night of the Stars“ an den Ring, stand aber nicht in Diensten des neuen Ring-Betreibers.





















Diesen Artikel versenden