Nürburgring-Boss Richter im RZ-Gespräch: F1-Zukunft wird in London besiegelt
Der Poker um die Formel 1 auf dem Nürburgring geht in die nächste Runde. Nach dem Auftaktgespräch im Wohnmobil des Formel 1-Zampanos Berni Ecclestone mit Ministerpräsident Kurt Beck beim Rennen in der Eifel am Sonntag (wir berichteten), soll binnen sechs Wochen in London über einen neuen Kontrakt verhandelt werden. Das erklärte Kai Richter, Gesellschafter und Generalbevollmächtigter der Nürburgring Automotive GmbH, die den Nürburgring gepachtet hat, auf Anfrage der Rhein-Zeitung.
Richter äußerste sich auch zu Zahlen, was das Formel-1-Rennen Ring und Land gekostet haben. Von 26 Millionen Dollar war in der Szene die Rede. Laut Richter musste der Nürburgring 2011 23,5 Millionen Dollar zahlen, damit der Rennzirkus in der Eifel Station macht. Umgerechnet auf den aktuellen Eurokurs wären das 16, 236 Millionen Euro. „Darüber hinaus gibt es laut dem jetzt ausgelaufenen Vertrag noch eine Zahlung von 1,8 Millionen Euro an den ADAC“, erklärt Richter ohne die Zahlung im Detail zu erklären.
Ungarn-Vertrag als Vorbild für den Ring - das käme billiger
Bekommt der Nürburgring, wie von Ecclestone im Rhein-Zeitung-Interview angedeutet, die gleichen Konditionen für die Austragung des Rennens wie Ungarn, käme der Ring deutlich günstiger an die F1. „Laut Formula money“ (ein englisches Magazin, Anmerk. D. Red.) zahlt Ungarn 18,75 Millionen Dollar für die Ausrichtung des Grand-Prix. Zudem ist eine jährliche Steigerung des Antrittsgeldes von zehn Prozent vereinbart. Aber den genauen Vertrag der Ungarn kennen wir auch noch nicht“, so Richter.
Neun bis zehn Millionen zahlten Formel 1-Fans dieses Jahr für Eintrittskarten
Richter weiß: „Auch wenn Ecclestone Zugeständnisse macht, müssen wir unsere Einnahmeseite verbessern, um das Defizit weiter deutlich zu verringern. Zwischen 9 und 10 Millionen Euro, die genaue Abrechnung liegt noch nicht vor, hat der Ring in diesem Jahr an Einnahmen aus Eintrittsgeldern generiert. Dem stehen Kosten von rund vier Millionen Euro für die Ausrichtung gegenüber. „TV-Gelder und Werbung auf der Strecke gehen an Ecclestone. Es bleibt uns also keine andere Möglichkeit, als außerhalb der Rennstrecke neue Kundschaft für die Veranstaltung zu finden“, so Richter.
Bei Ticketpreisen sieht Richter noch Luft nach oben




















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