Mittelrhein Marathon 2010: Ein langer Tag der Rekorde
Koblenz - 8500 Sportler verwandelten das Mittelrheintal in eine Sportarena. Rekorde und gutes Wetter prägten den sechsten Mittelrhein Marathon.
Tausende zufriedene Gesichter kamen beim Mittelrhein Marathon ins Ziel – was kann sich eine auf Breitensport ausgerichtete Großveranstaltung mehr wünschen? 8500 angemeldete Sportler nutzten gute Witterungsbedingungen vielfach zu herausragenden Leistungen und bejubelten diese im Ziel ausgiebig. „Das Wetter war bis auf einige Regentropfen am Abend wirklich sehr gut“, sagte der Sportliche Leiter Lothar Hirsch beim Zielschluss kurz vor Mitternacht.
Streckenrekorde fallen
Zwei Streckenrekorde sorgten auch bei den Zuschauern entlang der Strecke für Begeisterung: Der marokkanische Langstreckenläufer Charai Abderazzak rannte im Alleingang zur neuen Bestzeit von 1:07:51 Stunden im Halbmarathon – und der Kolumbianer Juan Nayib Tobon raste in 1:00:55 Stunden an der Spitze eines Weltklasse-Skating-Feldes über die 42 Kilometer lange Marathon-Strecke ins Ziel in Koblenz.
Diese beiden herausragenden Resultate bildeten nur die Spitze einer gelungenen Sportveranstaltung ab. Denn vom Mini-Marathon mit 1700 Schülern über den Inline-Skating-Marathon mit mehr als 1600 Startern, den Halbmarathon mit rund 3300 Aktiven, den Marathon mit rund 1000 Startern bis hin zu den Hunderten Walkern und Nordic Walkern waren viele starke Wettbewerbe im Unesco-Welterbetal im Gange.
Zwischen Oberwesel und Koblenz sollte „der längste Tag des Jahres“ stattfinden und wohl auch einer der sportlich ansprechendsten. Ein Jahr nach einer technischen Panne bei den Zugtransfers erlebten die Starter dabei einen Marathon, der organisatorisch fast fehlerfrei verlief. Obwohl das Ziel mitsamt seiner Platz raubenden und aufwendigen Logistik in Koblenz aufgrund der massiven Bundesgartenschau-Bauarbeiten rund um das Deutsche Eck verlegt werden musste, klappte nahezu alles wie am Schnürchen. Es gab beim Skater-Rennen einige Stürze, die jedoch weitestgehend glimpflich ausgingen.
Bis Mitternacht liefen, skateten und walkten Tausende Aktive ins Ziel auf der Mainzer Straße. Trotz aller harten Kämpfe um den Sieg gab es vor allem faire Szenen zu beobachten. Wie die geschlagene Zweite im Halbmarathon, Judith Olinger, sympathisch und fair nach einem für sie ärgerlich geendeten Rennen der schnelleren Thurid Buch zum Sieg gratulierte, hatte genauso etwas wie der Moment, als Marathon-Sieger Marco Diehl im Ziel den Zweiten Martin Schönberger fest in die Arme schloss.




















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