Marathon-Gemurmel: Warten auf den Generalkonsul
Koblenz - Auf einen Generalkonsul kann man auch einmal etwas warten. Und so steht die kleine japanische Marathon-Reisegruppe aus der Bopparder Partnerstadt Ome bis Mitternacht im Zielbereich des Marathons und blickt in die immer dunkler werdende Zielgerade auf der Mainzer Straße hinaus. Generalkonsul Toyoei Shigeeda fehlt noch, auf den warten sie.
Es ist kühl geworden zum Abschluss dieses schönen Tages, später Regen hat den letzten Samstagabend im Mai noch mal richtig frisch werden lassen. Doch trotz des langen Abends, feuchter Witterung und einer Erkältung in den ausgelaugten Knochen steht die Dritte des Halbmarathons und zuvor dreimalige Dritte Izumi Oka hinter der Ziellinie. Die 40-Jährige ist wie ihre japanischen Laufkollegen in wärmende Goldfolie gepackt – um auf den Generalkonsul zu warten.
„Er hat uns gesagt, dass er etwa 5:20 Stunden braucht“, erklärt ein Begleiter aus dem japanischen Tross. Und was ein Generalkonsul sagt, das hält er schließlich auch ein. Nach 5:14:53 Stunden ist Toyoei Shigeeda da. Er taucht aus dem Dunkel des späten Abends auf und nähert sich dem gleißend hell beleuchteten Zielturm. Sieben Sekunden vor Mitternacht läuft er über die Zeitmessmatte – und kommt damit als drittletzter Marathon-Läufer ins Ziel.
Der Italiener Mario Liccardi folgt nur zwei Sekunden später, nach 5:15:00 Stunden kommt auch noch Hector Romero Garibay wenige Momente nach Toyoei Shigeeda in der Mainzer Straße in Koblenz an und beendet damit als letzter Sportler im Ziel die sechste Auflage des Marathons. Elf Stunden,nachdem die Schüler beim Mini-Marathon auf die Strecke gegangen sind, ist Schluss beim Mittelrhein Marathon 2010. (vb)




















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