Kurt Beck will am Rosenmontag mit Roman Lob singen
Neustadt - Wenn es nach Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) geht, ist Lob am Montag zu Gast in Mainz. Der Landesvater hat „den sympathischen Jungen aus dem Westerwald“, wie es in der Pressemitteilung heißt, auf die Ehrentribüne des Mainzer Rosenmontagszuges am Staatstheater eingeladen.
„Vielleicht können wir ja dann ein paar Fastnachtsschlager gemeinsam zum besten geben“, lässt sich Beck zitieren. Er wünsche sich, das Lob „seine Lockerheit beibehält“ und fügt hinzu: „Mit ihm vertritt ein echter Sympathieträger aus Rheinland-Pfalz unser Land beim Eurovision Song Contest (ESC) in Baku.“
Aber Beck weiß, dass keine einfache Aufgabe auf den 21-Jährigen wartet. „Roman Lob tritt als Nachfolger von Lena Meyer-Landrut in große Fußstapfen, immerhin konnte sie vor zwei Jahren den ESC gewinnen. Ich bin mir aber sicher, dass er bei der großen Veranstaltung im Mai in Baku eine gute Rolle spielt. Ich werde ihm jedenfalls die Daumen drücken!“
Eine schlaflose Nacht beschert der Sieg Romans Vater, Leo Lob: „Wir sind alle total überwältigt. Für einige wenige Momente konnten wir nach dem Finale unseren Sohn in die Arme schließen. Ich konnte kaum schlafen, es ist solch eine ungewohnte Situation, wir haben alles noch gar nicht richtig wahrgenommen.“
Dass sein Sohn den Sangeswettstreit vor einem Millionenpublikum gewinnt, damit habe er nicht gerechnet. „Dass er überhaupt unter die 20 Besten kam, war großartig. Wenn ich mir vorstelle, dass mein Sohn im Mai vor so einem riesigen Publikum singen wird, dann ist das einfach nur gigantisch. Das muss man erst mal verkraften.“
Die Welt dreht sich weiter
Aber, auch nach dem phänomenalen Erfolg, hört die Welt nicht auf sich zu drehen: „Meine Frau ist heute schon wieder arbeiten, ich helfe im Schützenhaus beim Aufräumen. Irgendwie muss jetzt der Alltag weitergehen.“
Hautnah im Rotter Schützenhaus erlebt Ortsbürgermeisterin Jutta Wertenbruch (CDU) den großen Moment. „Es ist ein sagenhaft tolles Ereignis. Wir sind alle so stolz, dass ein ‚Kind‘ unserer Gemeinde Deutschland beim ESC vertreten wird“, sagt sie nur Minuten nach dem spannenden Ende des Wettbewerbs.
„In den nächsten Tagen wird es auf jeden Fall einen Empfang für Roman in der Wiedparkhalle geben. In die Planungen wollen wir die Dorfgemeinschaft Rott und die Familie Lob mit einbinden. Was dann alles auf uns zukommen wird, wissen wir im Moment selber noch nicht.“
Für Johann Wallau, Brudermeister der Rotter St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, steht fest, dass Lobs Triumph nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Großen ist – auch, was die Feierlichkeiten zum ESC im aserbaidschanischen Baku am Samstag, 26. Mai, angeht. „Jetzt geht es erst richtig los.




















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