Koblenz/Westerburg: 22-Jährige lagerte 50 Kilo Marihuana in ihrer Wohnung
Westerburg/Koblenz - Welche Rolle spielte eine 22-Jährige in der Drogenszene? Die Staatsanwaltschaft wirft der ehemaligen Sonderschülerin vor, gemeinsam mit einem 23 Jahre alten Mazedonier im Raum Westerburg Handel mit Marihuana betrieben zu haben - 50 Kilo waren abgepackt in 500-Gramm-Päckchen im Raum Westerburg entdeckt worden.
Welche Rolle spielte Verona S. (Name geändert) in der Drogenszene ? Ist sie aktiv in den Handel mit Marihuana verwickelt? Hat sie ihre Wohnung als eine Art Zwischenlager zur Verfügung gestellt? Wollen Dritte ihr möglicherweise etwas unterschieben?
Die Staatsanwaltschaft wirft der 22-jährigen ehemaligen Sonderschülerin vor, gemeinsam mit dem 23 Jahre alten Mazedonier Gjorgje F. (Name geändert) im Raum Westerburg Handel mit Marihuana betrieben zu haben. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden sage und schreibe 50 Kilogramm des Rauschgiftes, abgepackt in 100 Päckchen zu je 500 Gramm, sichergestellt. Beiden wird seit dieser Woche am Landgericht in Koblenz vor der 10. Strafkammer der Prozess gemacht. Noch bleiben viele Fragen offen.
Den Beamten der Polizeiinspektion in Westerburg muss es die Sprache verschlagen haben, als im Juli vergangenen Jahres eine junge Frau auf der Wache erscheint. Es handelt sich um die Stiefschwester von Verona S.. In einer Plastiktüte hat sie mehr als eineinhalb Kilogramm Marihuana, in der Szene auch Gras genannt, dabei.
Die Geschichte, wie sie in den Besitz der Drogen gelangte, klingt abenteuerlich. Ein 14-Jähriger soll die Tüte mit dem Marihuana in der Hofwiese in Westerburg gefunden haben. Verona S. versteckte die Drogen laut Anklage gemeinsam mit einer 13-Jährigen in einem Keller und in einem nahen Park. Die Stiefschwester erfuhr davon und brachte das Marihuana zur Polizei.
„Ich bekam das Marihuana von Gjorgje (Name geändert). Er hat mich gefragt, ob ich es mitnehmen kann“, räumte die 22-Jährige jetzt vor Gericht ein. Sie habe den Mazedonier über eine Freundin beim Kaffeetrinken kennengelernt und, so gestand sie weiter, sie habe gewusst, was in den Päckchen war.
Bei einer Hausdurchsuchung, die zwei Stunden nach Abgabe der Drogentüte bei der Polizei, stattfand, wurden schließlich 100 Gras-Päckchen sichergestellt. „Ich hatte niemals 50 Kilogramm in meiner Wohnung“, rechtfertigte sich die junge Frau.
Der Mitangeklagte Gjorgje F. spricht von „Verschwörung“. Sein 14-jähriger Neffe habe die Tasche an der Hofwiese in Westerburg gefunden und sie zur Verona S. gebracht. Überzeugen konnte er die Richter mit dieser Version nicht.



















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