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Koblenz zieht Unwetter-Bilanz: Tödlich, teuer - und traumatisch

Koblenz - Das Aufräumen und Bilanzieren nach dem großen Sturm vom Freitag brachte teilweise erschreckende Erkenntnisse.

Das Unwetter hat seine Spuren hinterlassen.
Albrecht Kahl

Da war natürlich die Frage nach den Zahlen: Wie teuer ist das Unwetter geworden? Wie viele Gebäude und Fahrzeuge wurden beschädigt? Zur tatsächlichen Schadenssumme gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine klaren Aussagen.

Leider forderte das Naturunglück auch ein Menschenleben: Auf dem Areal am Café Rheinanlagen, das noch immer gesperrt ist, kam eine 35-jährige Besucherin des Biergartens ums Leben. Jetzt wurde bekannt, das die Tote stundenlang unter dem riesigen Ast eines Kastanienbaums begraben lag -  bis dann um 21.30 Uhr endlich die Spurensicherung beendet war. Und schließlich erfuhr man, dass während des größten Sturms die Buga-Seilbahn zwar gestoppt worden war - doch in einigen Kabinen saßen noch Passagiere.

 

Nach dem heftigen Sturm am Freitagnachmittag waren auch gestern die Spuren in der Region und dem Stadtgebiet noch deutlich zu erkennen. Viele Gebäude und Fahrzeuge wurden beschädigt – zur Schadenshöhe insgesamt gab es gestern noch keine klaren Aussagen.

Das Areal am Café Rheinanlagen blieb weiterhin gesperrt. Dort war während des Sturms eine 35-jährige Besucherin des Biergartens vom dem riesigen Ast eines Kastanienbaums erschlagen worden. Lange lief die Spurensicherung an dem Baum. Erst gegen 21.30 Uhr am Freitagabend konnte die Frau schließlich geborgen werden, wie Olaf Becker von der Koblenzer Feuerwehr berichtet.

Buga-Seilbahn blieb stehen - in einigen Gondeln saßen noch Besucher

Neben diesem tragischen Todesfall forderte der kurze, aber heftige Sturm insgesamt vier Verletzte – drei davon auf dem Gelände der Bundesgartenschau. In der Seilbahn kam glücklicherweise niemand zu Schaden: In einigen Gondeln saßen noch Besucher, als die Sturmböe kam – früher als die Wetterprognose vorausgesagt hatte, wie Buga-Sprecherin Christiane Gandner betont. Daher habe man die Seilbahn nicht rechtzeitig leerfahren können. Die Gondeln wurden für einige Minuten gestoppt, über Lautsprecherdurchsagen wurden die Insassen informiert. „Ihre Sicherheit war zu keinem Zeitpunkt gefährdet“, betont man seitens der Buga-GmbH.

Die Seilbahn-Nutzer kamen also mit dem Schrecken davon. Gemeinsam mit allen anderen Besuchern mussten sie nach dem Sturm aber das Buga-Gelände verlassen. Dann folgte erst einmal eine gründliche Bestandsaufnahme und Sicherung des Geländes. Teile waren daher auch am Wochenende noch gesperrt, der Kletterspielplatz auf dem Festungsplateau soll heute wieder freigegeben werden. Auch der Schaden für die Gartenschau ist noch nicht genau zu beziffern. Er wird aber nach Einschätzung der Buga-GmbH im sechsstelligen Bereich liegen.

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