Koblenz: Justizskandal in Rheinland-Pfalz - Sextäter schlägt wieder zu
Rheinland-Pfalz - Justizskandal in Rheinland-Pfalz: Das Landgericht Koblenz hat 2009 abgelehnt einen inhaftierten, mehrfach vorbestraften Kinderschänder (50) in Sicherungsverwahrung zu nehmen - obwohl ihn ein psychiatrischer Gutachter für hoch gefährlich hielt.
Der Sextäter saß seine fünfjährige Gefängnisstrafe ab und kam wieder in Freiheit. Dann passierte genau das, wovor der Gutachter gewarnt hatte: Der Mann suchte sich sofort ein neues Opfer. Er war nur zwei Monate in Freiheit. Dann nahm ihn die Polizei erneut fest.
Jetzt steht der Mann wieder vor dem Landgericht Koblenz. Grund: Wenige Tage nach seiner Haftentlassung im Mai zog er zu seiner Tante (54) nach Neuwied.
Dort wohnte auch sein Patenkind, ein achtjähriges Mädchen. Der Kinderschänder verhielt sich wie immer: Er mimte den netten Onkel und drängte das Mädchen zu sexuellen Handlungen. Der Neuwieder hat alle Taten gestanden. Ihm droht erneut eine lange Haftstrafe und Sicherungsverwahrung.
Der Neuwieder ist bereits drei Mal wegen Kindesmissbrauchs vorbestraft. Trotzdem konnte er nach seiner Haftentlassung in eine Wohnung ziehen, in der auch ein junges Mädchen lebte.
Von unserem Redakteur Hartmut Wagner




















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