Giftfass unter Koblenzer Europabrücke: Warten auf Sprengung
Koblenz - Am Montag war es fast so weit: Nach der riesigen Entschärfungsaktion am 4. Dezember sollte nun der vorerst letzte Waffenfund in Koblenz unschädlich gemacht werden. Ein Nebelfass liegt unter der Europabrücke auf dem Grund der Mosel und wartet seit seiner Entdeckung vor zwei Wochen auf seine Sprengung. Die dürfte laut Feuerwehr zwar unproblematisch werden, lässt aber auf sich warten.
Das aktuelle Problem: Die Strömung des Flusses ist zu stark, und auch die Schleuse kann dies nicht abfangen. Deshalb musste die zwischenzeitlich für 22 Uhr geplante Sprengung abgeblasen werden. Und auch in den nächsten Tagen ist diese der Feuerwehr zufolge nicht zu erwarten: Weil die Strömung bei Trier aktuell so stark ist, wird sie das auch in Koblenz weiterhin sein. Hinzu kommt, dass der Kampfmittelräumdienst nur begrenzte Kapazitäten hat. Es heißt also weiter abwarten.
Ein Taucher muss das Giftfass unter der Europabrücke sprengen, denn dieses liegt mehrere Meter unter der Wasseroberfläche und damit deutlich tiefer als die letzten Funde. Anwohner müssen nicht evakuiert werden, nur die B 9 und die Moseluferstraße werden 10 bis 15 Minuten lang voll gesperrt. „Eine Gefährdung ist nicht gegeben“, sagt Wolfgang Schröder, Leiter der Berufsfeuerwehr Koblenz.
Denn da das Giftfass so tief liegt, brodelt bei der Sprengung lediglich das Wasser. Auch auf der Europabrücke bestehe eigentlich keine Gefahr – sie wird laut Schröder vor allem aus dem Grund gesperrt, „damit keiner vor Schreck auf die Bremse tritt, wenn es einen Knall gibt“.
Stephanie Mersmann






















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