Ex-Wirtschaftsminister Hering räumt Fehler bei Nürburgring ein
Mainz - Der frühere rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) hat Fehler bei Entscheidungen zum heute kriselnden Nürburgring eingeräumt. "Aus heutiger Sicht waren die 2010 gemachten Annahmen zu optimistisch", teilte der SPD-Fraktionschef am Donnerstag in Mainz mit.
Das Vertrauen in die Privatbetreiber, die es seit 2010 gibt, habe sich nicht erfüllt. "Auf der Grundlage heutiger Kenntnisse und den gemachten Erfahrungen würde ich Entscheidungen für die Zukunft des Nürburgrings anders als 2009 und 2010 treffen." Der Rechnungshof sieht millionenschwere finanzielle Risiken am Nürburgring.
Hering bezeichnete die Bauten an der Formel-1-Strecke als "überdimensioniert". Der Freizeitpark am Ring war in seiner Zeit als Minister entstanden. Die Entscheidung, den Betrieb vom Besitz am Ring zu trennen, halte er aber für richtig.
Wie Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) geht Hering inzwischen davon aus, dass sich der Nürburgring auch künftig nicht selbst tragen wird. Der Betrieb war vor rund zwei Jahren in private Hände übergegangen. Die Landesregierung hatte am Dienstag den Vertrag mit den Pächtern gekündigt.




















Diesen Artikel versenden