"Carbon Card": Nürburgring will öden Boulevard mit noblen Autos bereichern
Nürburgring. Der Nürburgring soll für die Eigentümer hochwertiger Sportwagen das werden, was etwa Monaco für die Besitzer von Super-Yachten ist: Ein begehrter Liegeplatz – mit reizvollen Möglichkeiten, ihr schnelles Gefährt angemessen bewegen zu können.
Das sieht ein neues Konzept der Nürburgring Automotive GmbH (NAG) vor, die die weltweit bekannte Rennstrecke als Pächter betreibt.
Von unserem Chefredakteur Christian Lindner
Nach Informationen unserer Zeitung wird die NAG zur Etablierung dieser Idee in Kürze einem ausgewählten Kreis von Besitzern interessanter Sportwagen eine „Carbon Card“ anbieten. Diese exklusive Karte wird im ersten Anlauf etwa 150 Auto-Enthusiasten einen besonderen Zugang zur legendären Nordschleife erschließen.
Sie soll aber auch Nürburgring-Besuchern den Anblick seltener Autos im „Boulevard“ bescheren. Diese Veranstaltungs- und Ladenpassage am neuen Ring war von der Nürburgring GmbH unter Hauptgeschäftsführer Walter Kafitz als großzügige Flaniermeile geplant worden. Bis heute aber hat sich für dieses Areal der neuen Gebäude am Ring noch kein tragfähiges Nutzungskonzept gefunden. Die „Carbon Card“ soll nun offenkundig die Keimzelle für eine Nürburgring-affine Nutzung des bislang meist gähnend leeren Boulevards sein.
Spielplatz für die Schnellen und Reichen
Der Fokus liegt dabei auf der Szene von betuchten Zeitgenossen, die Autos ihr eigen nennen, die auf normalen Straßen nie voll auszufahren sind: Super-Sportwagen wie etwa die diversen Ferrari-Modelle, rennmäßig getrimmte Porsche, Aston Martin oder gar der 1001 PS starke Bugatti Veyron. Wie aus dem Umfeld der NAG bestätigt wurde, wollen die Pächter des Ring ab November ausgewählten Eigentümern solcher Gefährte die „Carbon Card“ als besondere Jahreskarte für den Nürburgring anbieten.
Die Nordschleife exklusiv - mit Geld nicht zu bezahlen >>>




















Diesen Artikel versenden