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"Carbon Card": Nürburgring will öden Boulevard mit noblen Autos bereichern

Schumacher-S
Ein Ferrari-Pilot durchfährt das «Michael-Schumacher-S» am Nürburgring: Inhaber der "Carbon Card" hätten diesen Anblick garantiert aus der VIP-Lounge - und für die eigenen Geschosse einen Direkt-Zugang zur Nordschleife.
DPA
 Kerngedanke dabei: Wer die rare Karte bekommt, soll seinen Sportwagen das ganze Jahr über am Ring sicher abstellen können. Zudem bekommt er eine eigene Zufahrt zur Nordschleife.  Mehr noch : An mindestens 20 Tagen soll es exklusive Zeiten geben, zu denen nur Carbon Card-Inhaber dort ihre Runden drehen. Hinzu kommen sollen VIP-Tickets zu Rennen und der Zugang zu einer Sonder-Lounge. Auch schwebt den Initiatoren offenbar ein Club dieses kleinen Kreises vor. All das soll 5000 Euro pro Jahr kosten, aber nicht zu kaufen sein: Die „Carbon Card“ gibt es nur via Einladung oder Empfehlung, den Zuschlag erteilt die NAG-Geschäftsführung. Nach unseren Informationen sind die Planungen schon weit gediehen und Gespräche auch international geführt worden. So sollen bereits „Ferraristi“ aus Osteuropa kontaktet worden sein.

Ein Konzept mit echtem Benzingeruch

Geht das Konzept der NAG auf, werden sich einerseits die begrenzten Zeiten zur Nutzung der Nordschleife durch Privatfahrer jenseits der Renntage und der Tests durch den Industriepool zugunsten eines elitären Zirkels verknappen. Andererseits könnten alle Fans hochwertiger Sportwagen etwas davon haben: Es gibt offenbar die Vision, den Boulevard auf Sicht mit einer Art rennsportorientiertem „Meilenwerk“ (siehe Info am Textende) zu bereichern. Die edlen Flitzer sollen möglichst sichtbar im Boulevard geparkt, gewartet und startbereit gemacht werden – als Anziehungspunkt für alle Liebhaber solcher Wagen. Es soll bereits Überlegungen für eine Reihe von Glasgaragen geben – als durchsichtige Safes für die rollenden Kostbarkeiten.

Händler sollen bald folgen

Aus dem bislang außer bei Veranstaltungen meist öden Boulevard würde dann Deutschlands nobelstes Parkhaus – mit der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt vor der Tür. Die NAG hofft offenbar, dass wegen dieser Kombination den edlen Fahrzeugen rasch entsprechende Dienstleister und auch auf solche Wagen spezialisierte Händler folgen werden.

Kenner der Szene am Ring bescheinigen dieser Idee einer Ring-Variante der Meilenwerk-Konzeption, dass sie dem Markenkern des Nürburgrings deutlich mehr entspricht als viele andere dort in Beton gegossene oder in den Sand gesetzte Visionen. Sie werden aber auch aufmerksam beobachten, ob sich die Geschäftsidee umsetzen und der mit Landesgeld gebaute Boulevard umwidmen lässt.

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Leserkommentare (9)

1
von eifler vom 18.10 - 17:38 Uhr
Ich finde die Idee großartig: Ein kleine diskrete Gesellschaft - Kontake nach Osteuropa sind bereits geknüpft. Mitgliedschaft nur nach Einladung ! ...
2
von wolfgangracefan vom 18.10 - 19:38 Uhr
Super Idee,Nürburgring für Reiche und Osteuropäer,ok dann brauch ich nach 40 jahren kein Geld mehr zum Ring zubringen. Egal,wenn es so weiter ...
3
von hein-tirol vom 18.10 - 21:29 Uhr
So gut die Idee sein mag, so wenig wird sie den Grünen gefallen. Die werden es zu verhindern wissen. Das walte Hugo. Es könnte ja schließlich ...

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