Buga GmbH nach Seilbahn-Probebetrieb auf Wolke 7
Koblenz - Ein "Vorab-Testbetrieb", bei dem die Versuchskaninchen begeistert gewesen sein dürften: Bundesgartenschau-Gesellschaft und Seilbahn-Betreiber heben kurz vor Ende der Seilbahn-Saison fast ab: Sie ziehen hochzufrieden Bilanz.
Seit Anfang Juli gondeln die 18 Kabinen der Buga-Seilbahn von den Koblenzer Rheinlanlagen zur Festung Ehrenbreitstein, am 3. Oktober endet die Saison. Bis dahin dürften nach offiziellen Angaben fast 200.000 Menschen mit der Seilbahn gefahren sein - und nach den Eindrücken der Buga GmbH im nächsten Jahr zur wiederkommen wollen.
Der Testbetrieb hatte ausgerechnet von Koblenzer Stadtratsmitglieder am meisten abverlangt, die vor der eigentlichen Eröffnung mitfahren durften und bei der Generalprobe eine halbe Stunde über dem Rhein festhingen. Dabei zeigte sich erstmals ein weiteres Dilemma, das dann angegangen wurde: Die Kabinen können inzwischen besser belüftet werden.
"Doppelmayr und wir konnten sehen, in welchen Punkten sich die Seilbahn noch verbessern lässt", fasst Buga-Sprecherin Christiane Gandner zusammen. Als Ende August der Strom durch Bauarbeiten für zwei Stunden der Strom ausfiel, verbuchten die Verantwortlichen das als positiven Notfall-Test: Die Koblenzer Verkehrsgesellschaft Kevag wurde eingeschaltet, um die Seilbahngäste an der Bergstation abzuholen und in die Innenstadt zu bringen. Der stellvertretende Betriebsleiter der Bahn, Gerd Buth, erklärte bei einer Führung für Mitglieder der Gruppe Rhein-Zeitung bei Wer-kennt-wen.de: "Die Anforderungen waren sehr sehr hoch. Sie können mir Lager kaputt machen, sie können mir Strom ausschalten, sie können mir Leitungen rausreißen - ich fahre Sie nach Hause." Gandner beobachtet, dass auch die Vorbehalte zurückgegangen sind. "Die Menschen haben auch gemerkt, wie ruhig und sicher die Seilbahn läuft, so dass wir auch einige mit Höhenangst überzeugen konnten."
Die Buga verbucht den Probeeinsatz auch als gigantische Vorab-Werbung für die Großveranstaltung im kommenden Jahr: Quer durch die Republik und auch im Ausland wurde in den Medien über das Projekt berichtet, die Zeitungsartikel mit Fotos der Seilbahn stapeln sich bei der Buga GmbH.
Die ersten Seilbahnfreunde engagieren sich bereits, dass die Seilbahn über 2013 hinaus erhalten bleibt. Neben Gruppen bei Wer-kennt-wen.de und Facebook gibt es von dem Koblenzer René Güls auch eine Seite Pro-Seilbahn2014, mit der er Mitstreiter für das Anliegen sucht.
Lars Wienand




















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