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Autoknacker finden verweste Babyleiche im Kofferraum - Mutter gesteht

Merzig/Saarbrücken - Autoknacker haben im saarländischen Merzig im Kofferraum eines abgestellten Wagens in einem Rucksack ein verwestes Baby entdeckt. Das Quartett verständigte trotz seines illegalen Tuns die Polizei.

Beim Aufbruch des Autos hatten die drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 19 und 28 in der Nacht zum Montag die Leiche des Neugeborenen gefunden, so die Polizei.

Offenbar lag die Leiche bereits mehr als ein halbes Jahr in dem Auto. Die 23-jährige Mutter sagte nach Angaben der Polizei aus, sie habe im Juni 2011 den toten Jungen gleich nach der Geburt in Tücher gewickelt, in einen Rucksack gepackt und diesen in dem Wagen deponiert. Als Grund gab sie an, sie sei mit der Situation nicht fertig geworden. Sie habe sowohl die Schwangerschaft als auch die Geburt verheimlicht und "gänzlich verdrängt".

Die jungen Leute hatten das abgemeldete Auto am frühen Montagmorgen auf dem Parkplatz einer Tankstelle aufgebrochen, den grausigen Fund gemacht und die Polizei informiert. Ersten Ermittlungen zufolge stand der Wagen seit Mitte September auf dem Parkplatz. Bei einer Befragung gab die ehemalige Halterin am Montag zu, die Mutter des toten Jungens zu sein.

Jetzt muss geklärt werden, wie genau der Säugling zu Tode kam. Die Mutter gab in ihrer Vernehmung an, er sei bei oder kurz nach der Geburt gestorben. Erkenntnisse über Todeszeitpunkt und -ursache erhoffen sich die Ermittler von einer laufenden Obduktion. Ergebnisse seien wegen des Zustands der Leiche am Montag nicht mehr zu erwarten, sagte Polizeisprecher Georg Himbert. Die Mutter bleibe nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft bis auf weiteres auf freiem Fuß.

Die Autoaufbrecher müssen jetzt mit einer Anzeige wegen des Einbruchs in den Wagen rechnen. Die Männer waren von einer 19-Jährigen begleitet worden. Sie sagten aber aus, die junge Frau habe nichts mit dem Einbruch zu tun, berichtete Himbert.

Die Autoknacker kommen nicht an einem Ermittlungsverfahren vorbei. Sie hatten zunächst versucht, mit einer anderen Geschichte durchzukommen. So hatten sie nach Angaben eines Polizeisprechers gesagt, sie hätten das Auto aufgebrochen vorgefunden und nur hineingeschaut. Im Laufe der Vernehmung haben sie dann allerdings gestanden, das Auto selbst aufgebrochen zu haben.

Derweil plädierte die CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön für ein neues Gesetz zur "vertraulichen Geburt". Müttern müsse es möglich sein, "unter gesundheitlich sicheren Bedingungen zu gebären, ohne dass ihre Daten an Dritte automatisch weitergegeben würden", erklärte Schön in Berlin. Das Gesetz sollte darauf "abzielen, Frauen dazu zu bewegen, ihr Kind in einem Krankenhaus zur Welt zu bringen".

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Leserkommentare (3)

1
von DKmurphy72 vom 09.02 - 17:40 Uhr
Vermutlich werden die jugendlichen Autoknakcer dennoch und wesentlich härter bestraft... würde mich jedenfalls nicht wundern...
2
von 20SaKu01 vom 09.02 - 17:51 Uhr
[QUOTE=Rüdiger;50189]Und wieder eine,die mit milder "Strafe" rechnen muß,[B]während ein Mann,der mit seiner Stieftochter schläft,14 Jahre mit ...

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