ADAC droht im Streit um Nürburgring mit Abzug der Veranstaltungen
Mainz - Der ADAC droht wegen des Konflikts um den Verkauf des insolventen Nürburgrings mit dem Abzug aller Veranstaltungen an der Eifel-Rennstrecke.
ADAC-Präsident Peter Meyer sagte der Online-Ausgabe der «Wirtschaftswoche» am Samstag, 16. März: Sollten die Rennstrecken verkauft werden, werde der ADAC «sein künftiges Engagement am Nürburgring überdenken».
«Ich habe den Eindruck, dass sich die Regierung mit einem Verkauf einfach des Problems entledigen will.» Das gehe zulasten der Autoindustrie, die auf dem Ring teste, und des Motorsports. Betroffen davon könnten unter anderem der Truck Grand Prix und das 24-Stunden-Rennen sein.
Am Zug sind nach der Insolvenz die Sanierer des Nürburgrings, das Land Rheinland-Pfalz ist größter Gläubiger. Während der ADAC und der Verein «Ja zum Nürburgring» mit Ex-ADAC-Präsident Otto Flimm an der Spitze gegen eine Ausschreibung der Rennstrecken sind, streben die Sanierer einen Verkauf des kompletten Areals an oder wirtschaftlich sinnvoller Teile - also Hotels, Rennstrecken, Gaststätten.
Die frühere SPD-Landesregierung unter Kurt Beck hatte den Freizeitpark für rund 330 Millionen Euro bauen lassen. Um Kredite zu tilgen, musste im vergangenen Jahr auch Steuergeld verwendet werden. Die Formel 1 macht in diesem Jahr wieder Station in der Eifel.





















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