Zehnhäuser Weg bald wieder offen
Ruppach-Goldhausen - Der Zehnhäuser Weg in Ruppach-Goldhausen ist nicht mehr durch eine Absperrung unterbrochen. Der Grubentreiber Michael Liebig (Firma Witgert) ließ in den vergangenen Tagen den Grubenrand so aufbereiten, dass die Bauarbeiten am Weg selbst vorläufig abgeschlossen sind. Der Weg ist damit wieder in die Obhut der Gemeinde Ruppach-Goldhausen übergegangen, so Liebig. Ortsbürgermeister Gerold Sprenger hält sich jedoch mit einer offiziellen Freigabe des Weges zurück. Er möchte eine Bestätigung, in der die Standsicherheit des Weges gewährleistet wird.
Durch das Unglück bei Ebernhahn aufgeschreckt, hat Liebig die Arbeiten im Bereich des Zehnhäuser Weges vorangetrieben. Spaziergänger haben immer wieder die Umzäunung, die der Grubenbetreiber aus Sicherheitsgründen aufstellen ließ, geöffnet und sind durch die abgesicherte Baustelle gelaufen. Dem Erdwall, den der Ortsbürgermeister als Absperrung aufhäufen ließ, sind Unbekannte sogar mit der Schaufel zu Leibe gerückt und haben sich freien Durchgang verschafft. Auch für die Zaunöffnung muss, so Liebig, Werkzeug benutzt worden sein.
Der Zehnhäuser Weg war früher eine Kreisstraße. Nach der Abstufung nutzten die Bürger den Weg entlang der Tongrube aus dem Dorf hinaus als Spazierweg. Solange, bis im Frühjahr 2006 der Belag Risse bekam und der Weg im Sommer 2006 Stück für Stück in Richtung Tongrube abbröckelte und schließlich der Hang auf fast zwei Hektar Fläche in Bewegung geriet. Es entbrannte ein langer Streit um die Kosten, bei dem die Gemeinde gegenüber dem Land unterlag, gegenüber dem Grubenbetreiber aber gewann. Nun ging es darum, den Schaden zu beheben und den Weg wieder sicher und passierbar zu machen. Das war auch deshalb schwierig, weil nicht nur Grund und Boden der Firma Witgert und der Ortsgemeinde betroffen waren, sondern auch Privatgrund oberhalb des Zehnhäuser Weges. Im vergangenen Jahr nahm die Sanierung dann doch Fahrt auf und geht nun – nach fast acht Jahren – vermutlich dem Ende entgegen.
Zwar ist die eigentliche Sanierung des Hanges, so Michael Liebig, noch nicht abgeschlossen. Doch er hält die Zeit für gekommen, den Weg wieder freizugeben, weil sich die Erdmassen in diesem Bereich augenscheinlich auf ihr endgültiges Niveau gesetzt haben. Die entsprechenden Messpunkte am Weg seien schon seit geraumer Zeit stabil. Jetzt soll die Grube wieder ordnungsgemäß gegen unbefugtes Betreten gesichert und die Bruchstelle im Grubeninnern weiter stabilisiert werden.
Zum Jahresbeginn gab es zwar noch eine Irritation, weil durch den starken Regen der Graben nördlich des Zehnhäuser Weges vollgelaufen war und das Wasser sich seinen Weg über die gerade befestigte Bruchstelle suchte. Ortsbürgermeister Sprenger geriet in größte Sorge, dass der Hang wieder nachhaltig ins Rutschen gerät und der Weg erneut aufreißt. Die Firma Witgert jedoch schaffte das Problem zeitnah aus der Welt. Im Frühjahr soll zur Regulation des Wasserablaufes ein Wegeseitengraben entlang des Grubenrandes gebaut und ein Fernsehkabel neu verlegt werden.
Von unserer Redakteurin Susanne Willke













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