Ministerpräsident zeichnet bei Messe "KomZu" in Idar-Oberstein sieben Kommunen für die "Spitzenidee 2011" aus
Idar-Oberstein - Ministerpräsident Kurt Beck hat am Montag die zum dritten Mal veranstaltete Messe "KomZu - Kommunale Zukunft Rheinland-Pfalz" in der Messe Idar-Oberstein eröffnet. Zuvor hatte er bei der Jahreshauptversammlung des Gemeinde- und Städtebundes vor 800 Vertretern aus Kommunen, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft gesprochen. Beim traditionellen Ausstellungsrundgang zeichnete Beck sieben Kommunen - eine davon aus Luxemburg - für ihre "Spitzenidee 2011" aus.
Kurt Beck sparte beim Rundgang durch das Messegebäude nicht mit Lob für die gastgebende Schmuckstadt. „Idar-Oberstein ist auf einem sehr guten Weg“, attestierte Beck Oberbürgermeister Bruno Zimmer. Dies zeige, so Beck weiter, ein Blick in den Gewerbepark Nahetal, in dem nun die dritte Messe „KomZu – Kommunale Zukunft Rheinland-Pfalz“ veranstaltet wurde. Ob die 70 Aussteller – Unternehmen und Kommunen – ein Auge dafür hatten, ist doch allerdings eher fraglich.
Begonnen hatte die „KomZu“ mit der Jahreshauptversammlung des Gemeinde- und Städtebundes (GStB). Etwa 800 Personen nahmen daran teil, die Gästeliste war lang und gespickt mit hochkarätigen Namen. Der Ministerpräsident nutzte Gelegenheit und Plattform, um wesentliche landespolitische Standpunkte zu erläutern. Er sehe keine Möglichkeit für die von der Bundesregierung geplanten Steuersenkungen, betonte Beck, bevor er auf Themen wie die Grundsicherung im Alter, den kommunalen Entschuldungsfonds oder auch die Bildungsoffensive einging.
Schließlich warb der Landesvater bei den GStB-Vertretern um Verständnis für die nun geplanten Sparmaßnahmen im Feuerwehrwesen. Die Unterstützung werde ja „nicht auf null zurückgefahren“. Zudem wären „alle anderen europäischen Länder froh, wenn sie unseren Ausstattungsgrad hätten“.
Nicht ganz so viel Zeit wie am Rednerpult verbrachte Beck bei der offiziellen Eröffnung an den Ständen auf dem Messegelände. Hände schütteln hier, Small Talk dort, ein Lächeln gab's für fast jeden. Die Vertreter von sieben Kommunen erhielten zusätzlich die KomZu-Skulptur „Spitzenidee“ – für „ausgezeichnete Ideen, die man nicht vergisst“. Nicht umsonst heißt es im Messe-Journal: „Zum Staunen, Lernen und Profitieren.“
Lautereckens Stadtbürgermeister Heinrich Steinhauer bedankte sich gleich mit mehreren Dienern für die Auszeichnung, VG-Bürgermeister Alfons Schneider nahm die Skulptur gemeinsam mit seinem Büroleiter Jörg Vetter in Empfang. Souverän agierte auch Ingelsheims Energieberater Martin Rupp bei der Preisübergabe. Der Kreis Kusel, die Verbandsgemeinde Wallmerod, die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim sowie die Gemeinde Beckerich aus Luxemburg sind weitere Preisträger.
Der zweite Messetag am heutigen Dienstag bietet allen interessierten Bürgern viele Fachvorträge und Foren. Bis 17 Uhr haben Gäste Gelegenheit, ihr Wissen zu vielfältigen Nachhaltigkeitsthemen praxisnah zu vertiefen. Der Eintritt kostet 5 Euro.
Von unserem Redakteur Andreas Nitsch














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