Jazz Winter schreibt über Fesseln und Sex
Brohl - Würde Jazz Winter im öffentlich-rechtlichen Fernsehen aus ihren Büchern lesen, würde sich das in etwa so anhören: "Erica hörte hinter sich Stoff rascheln, einen Reißverschluss und spürte wie seine - biep, biep - an ihren - biep - drängte. Erica hielt den Atem an. Seine - biep - presste sich an ihren - biep, biep."*
Jazz Winter schreibt erotische Romane, und sie ist der Shootingstar ihres Genres. Mit ihrem ersten Roman "Liebessklavin", der im März 2010 im Plaisier d’Amour Verlag erschien, steht sie bei Amazon in der Kategorie Erotik derzeit auf Platz 26, die Lizenzausgabe ihres Romans beim Bertelsmann-Buchclub - in einem Band mit dem Roman "Begierde" von Lilly Grünberg - landete auf den vorderen Bestsellerplätzen. Für den Herbst hat Heyne seine Ausgabe der "Liebessklavin" angekündigt und damit erreicht das Buch nun endgültig die Verkaufstresen der Buchhandlungen, belegen doch Heyne-Bücher regelmäßig die Stapelplätze rund um die Kassen. Dort können auch die Buchhändlerinnen die Bücher besser im Auge behalten, denn freigegeben sind Jazz Winters Bücher erst für Leser ab 18 Jahren.
Mit ihrem zweiten Buch "Die Zähmung der Wildkatze" prescht Jazz Winter ähnlich stürmisch voran. Erschienen ist es Ende vergangenen Jahres, bei Amazon liegt es auf Platz 57 des Erotik-Sortiments. Der Bertelsmann-Buchclub plant eine weitere Ausgabe und auch Heyne zeigt sich bereits interessiert. "Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich solchen Erfolg haben könnte," sagt Jazz Winter. Drei unsichere Stunden lang schwebte der Cursor ihres Laptops über dem Absenden-Button, bevor sie ihrem Verlag ihr erstes Romanmanuskript vorstellte. Ein halbes Jahr später hatte sie ihren Veröffentlichungsvertrag abgeschlossen.
Jazz Winter schreibt über BDSM, die Abkürzung steht für "Bondage and Discipline, Dominance and Submission, Sadism and Masochism", also für Fesselung, Unterwerfung, Misshandlung und Misshandelnlassen. Die Unterwerfung, die auch in den populären Vampirromanen latent zum Thema wird, wird bei Jazz Winter zum Grundtenor des Miteinanders. "’Ein Spielzeug stellt keine Forderungen. Es ist allein zum Vergnügen seines Herrn da, erfüllt dessen Wünsche und nicht umgekehrt. Merk dir das!’ Er stieß ihr Gesicht zur Seite und verpasste ihr als Nachdruck seiner schroffen Worte eine Ohrfeige."*













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