Keine Ekel-Wirte: Hygiene in Koblenzer Restaurants stimmt
Koblenz - Die hygienischen Verhältnisse in der Koblenzer Gastronomie sind in den vergangenen Jahren immer besser geworden. Und auch während der Buga gab es kaum Beanstandungen. Das ist die erfreuliche Bilanz der Lebensmittelkontrolleure des Koblenzer Ordnungsamts.
Wenn also Ulrich Röthling und Otto Wagner, zwei der vier Kontrolleure, bei privaten Essen um Koblenzer Restaurants einen großen Bogen machen, liegt das weder an der Qualität noch an der Sauberkeit der Betriebe. Ganz im Gegenteil: "Hier ist der Standard in der den vergangenen Jahren ständig besser geworden. Wir sind da sehr zufrieden", betont Sabine Malm, Leiterin im Sachgebiet "Lebensmittelüberwachung".
Der Grund für den Restaurant-Boykott ist also ein anderer, und der ist gut nachzuvollziehen: "Wir wollen und müssen unabhängig arbeiten und wollen erst gar nicht Gefahr laufen, dass der Verdacht aufkommt, wir würden es bei den Kontrollen bei dem einen oder anderen Gastronomen nicht so genau nehmen", erklärt Wagner. Und um solchen Verdachtsmomenten erst gar keinen Nährboden zu bieten, "gehen wir dann lieber im Kreisgebiet essen", wie Röthling schmunzelnd hinzufügt.
Die Besuche, die die beiden den Restaurants im Stadtgebiet abstatten, haben also rein dienstlichen Charakter. 1882-mal kontrollierten Röthling, Wagner und zwei weitere Kollegen im vergangenen Jahr Lebensmittel ver- und bearbeitende Betriebe in Koblenz. Darunter fallen auch Imbissbuden, Bäckereien, Schulmensen oder etwa Metzgereien. Insgesamt 1600 solcher Betriebe gibt es im Einzugsbereich des Koblenzer Ordnungsamtes.
"Wir sind bemüht, dort spätestens alle eineinhalb Jahre aufzulaufen", erklärt Sabine Malm. Bis 2010 waren sechs Lebensmittelkontrolleure im Einsatz, die Betriebe wurden sogar jährlich kontrolliert. Durch Umstrukturierung ist die Stellenzahl mittlerweile auf fünf geschrumpft, nur vier davon sind derzeit besetzt.
Die hohe Kontrolldichte in Koblenz zeigt Wirkung: Musste das Ordnungsamt 2007 noch 35 Bußgelder verhängen wegen hygienischer Missstände, waren es 2011 nur noch sechs Fälle, bei denen die Behörde über das Mittel finanzieller Sanktionen tätig wurde. Und: Auch die Höhe der Bußgelder, Indikator für den Schweregrad der hygienischen "Vergehen", ist gesunken. "Die höchste von mir festgesetzte Summe waren einmal 5000 Euro. Aber das ist schon einige Jahre her", erinnert sich Sabine Malm. In jüngster Vergangenheit erreichten die Bußgeldsummen nur in seltenen Fällen den dreistelligen Bereich, meist lag der Betrag noch darunter.















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