Ministerium zeichnet Kempenich aus
Ökologisches Engagement lohnt sich grundsätzlich alleine schon durch seine positiven belebenden Effekte. Wenn es aber von hoher Stelle aus zusätzlich belohnt und belobigt wird, freut das zusätzlich. Diese Erfahrung durfte jetzt Kempenich machen.
Umweltministerin Margit Conrad hat Rumbach (Südwestpfalz) und Kempenich mit dem Sonderpreis für „Vorbildliche ökologische Leistungen in der Gemeinde“ ausgezeichnet. Beworben hatten sich die Gemeinden 2009 im Rahmen des Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“. Rumbach erhält 3000 Euro, Kempenich 2000 Euro.
Staatssekretärin Jacqueline Kraege überreichte im Bahnhofsanbau Urkunde und symbolischen Scheck an Ortsbürgermeister Stefan Friedsam im Beisein zahlreicher Bürge. Sie lobte dabei das große bürgerschaftliche Engagement der Brohltal-Gemeinde für Natur und Umwelt: „Die Gemeinden sind Träger der nachhaltigen Entwicklung. Kempenich und seine Bürger haben mit ihrem Einsatz wesentlich dazu beigetragen, die Lebensqualität und das Miteinander im Dorf zu steigern und für die kommende Generation zu sichern.“ In der knapp 2000 Einwohner zählenden Wohn- und Arbeitsgemeinde entstanden etwa im Waldbereich „Bruch“ auf etwa zwölf Hektar gemeindeeigener Fläche 16 Kleinstgewässer sowie zwei kleine Bäche. Das Ziel: Feuchtgebiete entwickeln, in denen Amphibien, Libellen und viele Pflanzenarten optimal leben können.
Die Biotop-Pflege erfolgt regelmäßig durch ehrenamtliche Helfer. Bemerkenswert ist das Artenschutzprojekt zugunsten der bundesweit gefährdeten und im Land sogar vom Aussterben bedrohten Laubheuschrecke Warzenbeißer. Hierzu erwarb die Gemeinde ein 3,5 Hektar großes Gelände und pachtete zudem etwa zwei Hektar, um dem Insekt einen geeigneten Ausweichlebensraum zu ermöglichen. Ein artgerechter Pflegeplan wurde konzipiert.
Als sehr gelungen bezeichnete die Staatssekretärin den Erlebniswald Steinrausch, eine Freizeiteinrichtung für Familien und Schulklassen. Der dazugehörige Naturerlebnispfad biete abwechslungsreiche Angebote für Jung und Alt und fördere das Umweltbewusstsein.
Stefan Friedsam vergaß nicht, Jochen Seifert, seinem Vorgänger im Amt, zu danken für die zahlreichen Impulse und Ideen, die er während der vergangenen Jahre zusammen mit dem Gemeinderat auf den Weg gebracht oder umgesetzt hat. „Eine Auszeichnung wie heute ist dann das Sahnehäubchen.“
Und das nächste steht kurz bevor, denn am 2. Oktober bekommt Kempenich eine weitere Auszeichnung. In der Gemeindekategorie „Kinder und jugendfreundliche Dorferneuerung 2010“ belegte man den zweiten Platz.
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