Schrift:

Brücke lässt Menschen keine Ruhe

Mittelrhein - Der Schock über das Aus für die Mittelrheinbrücke sitzt bei vielen Menschen in der Verbandsgemeinde Loreley tief. Sie fühlen sich als Opfer der neuen Landesregierung von SPD und Grünen, die die Pläne zum Brückenbau in dieser Legislaturperiode nicht weiterverfolgen wollen.

Einige politische Gruppen wollen das aber nicht hinnehmen. So initiiert die CDU Rhein-Lahn gemeinsam mit Parteikollegen vom Hunsrück am Freitag, 27. Mai, 18 Uhr, eine Protestaktion an der Nato-Rampe in Wellmich. Dort sollte die Brücke gebaut werden. Die Christdemokraten hoffen auf eine parteiübergreifende Teilnahme.

Auch innerhalb der SPD regt sich Widerstand. So will der Erste Beigeordnete und Ortsbürgermeister von Lykershausen, Hans-Josef Kring, eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen. Ein erstes Treffen könnte bereits Anfang Juni sein. Die Gruppe hat dann das Ziel, die Gründung einer überparteilichen Bürgerinitiative vorzubereiten. Auch der Name der Initiative schwebt Kring bereits vor: „Pro Rheinbrücke“.

Den Grund seines Engagements erklärt der Beigeordnete der Verbandsgemeinde so: „Noch nie habe ich so viele Rückmeldungen bekommen von Menschen, die ihr Recht, den ,Grundpfeiler der Demokratie’, freie und geheime Wahlen, nicht mehr wahrnehmen wollen.“ Jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement sei mit einem Federstrich zunichte gemacht worden. „Unsere Brücke wurde für das grüne Ansehen geopfert, obwohl die Hochmoselbrücke nicht wirklich zur Diskussion stand. Das lassen wir uns nicht bieten. Wir lassen uns nicht bevormunden, Demokratie geht vom Volke aus und das können und sollten wir jetzt beweisen."

Mehr als 90 Prozent der betroffenen Bevölkerung im Umfeld der Loreley und der kompletten Wirtschaft in der Region würden seit 1947 gleichwertige Lebensbedingungen verweigert. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche „Grenze Rhein“ muss nach Ansicht Krings aber zu jeder Zeit ohne Wartezeit und Kosten überwindbar sein. Wirtschaft und Bevölkerung der strukturschwachen Region Loreley hätten eine Brücke mehr als verdient.

Mit dem geplanten Abbau von Arbeitsplätzen beim Koblenzer Gericht, bei den Zivilbeschäftigten der Bundeswehr und „den von den Grünen auf Bundesebene massiv vorangetriebenen Zerschlagung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung“ seien weitere dramatische Belastungen für die strukturschwache Region erkennbar. Kring: „Wer Interesse hat, an der Arbeitsgruppe mitzuwirken, sollte sich bei mir melden.“

4.4
4,4 (7 Stimmen)

Leserkommentare (2)

1
von Hotzenplotz vom 24.05 - 10:25 Uhr
[QUOTE=duwitt;25899]Politisch ist das Thema abgehakt, warum im Nachhinein wieder daran herummäkeln?[/QUOTE] Nun ja, Stuttgard21 war politisch ...

Regionalwetter

Donnerstag

7°C - 11°C
Freitag

2°C - 12°C
Samstag

3°C - 10°C
Sonntag

5°C - 9°C
Anzeige
Unsere aktuellen Sonderthemen

Lokalteil wählen

Altenkirchen, Betzdorf, Wissen Remagen Montabaur Andernach, Mayen Linz, Neuwied Koblenz Diez Bad Ems Zell Simmern Birkenfeld Kirn Kirn Mainz

Kontakt Redaktion Bad Ems

So erreichen Sie uns:

 

Leserbrief schreiben

 

Rhein-Lahn-Zeitung

Römerstraße 94
56130 Bad Ems

 

Redaktion bad-ems@rhein-zeitung.net
Sport sport.bad-ems@rhein-zeitung.net
Telefon 02603/9374-50
Fax 02603/9374-90
Anzeige

Event-Kalender

Februar 2012
MoDiMiDoFrSaSo
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829    

Was läuft im Kino?

Hier finden Sie das Programm für die Kinos in Ihrer Region. Wählen Sie einen Ort und surfen Sie bequem durch die aktuellen Spielzeiten Ihrer Wunschfilme..

Enkenbach Kusel Hoppstädten-Weiersbach Kirn Bernkastel-Kues Alzey bad kreuznach Bitburg Ingelheim Bingen Simmern Mainz Geisenheim Wiesbaden Prüm Cochem Daun Hillesheim Boppard Bad Schwalbach Nastätten Zollhaus Mayen Koblenz Lahnstein Limburg Montabaur Bad Neuenahr Neuwied Frickhofen Hachenburg Altenkirchen Neitersen Bonn siegen