Sparkassen-Neubau setzt städtebaulichen Akzent
Herdorf - Die Kreissparkasse Altenkirchen startet bald mit dem Neubau der Filiale in Herdorf. Das neue Gebäude in der Hauptstraße soll auch einen optischen Akzent setzen. „Städtebaulich wird es eine hervorragende Lösung“, findet Architekt Johannes Straßer von der Kreissparkasse. Der Entwurf für den Neubau stammt von dem Altenkirchener Architekten Heiko Schmidt. Mittwochabend stellten die Kreissparkassenvorstände Dr. Andreas Reingen und Markus Keggenhoff mit Straßer das Projekt während der Bilanzpressekonfrenz 2011 vor.
Gleich hatte man auch schon ein anschauliches Modell vom Neubau mit dabei. Das passt prima in den Bereich links von Elektro-Geschäft Orlik. Dort stehen im Moment noch ein Mehrfamilienhaus und ein Einfamilienhaus. Beide werden im April, so die Planungen, abgerissen. Ab Mai könnte dann mit dem Neubau begonnen werden.
Mitte 2013 soll dann der Einzug in die neue Herdorfer Filiale erfolgen. Nachdem die Sparkasse in Betzdorf im vergangenen Jahr ins S-Forum umgezogen war, stand nun als letzte Filiale der Standort Herdorf an, um ihn auf einen zeitgemäßen und modernen Stand zu bringen. Dafür wurde ein Neubau als die richtige Lösung angesehen.
In der derzeitigen Filiale arbeiten neun Mitarbeiter. Das wird auch in Zukunft in dem Neubau auf 300 Quadratmeter bebauter Fläche so bleiben. Aber dort wird alles modern sein und in Sachen SB-Bereich alles gut erreichbar anbieten.
Problem für den Architekten war, wie das neue Gebäude optisch in der Bebauung zwischen zwei bestehenden Häusern auf der linken Seite und dem großen Komplex von Orlik angepasst werden konnte. Mit einen zweigeschossigen Gebäudeteil und einem eingeschossigen Gebäudeteil mit Walmdach hat man hier versucht, die städtebaulich gelungene Lösung zu finden.
Vor dem Neubau wird es sieben Parkplätze geben. Parkmöglichkeiten sind u.a. ein großer Mangel bei der derzeitigen Filiale in der Hauptstraße. Das neue Gebäude ist auch nach hinten in Richtung großer Parkplatz bei Lidl sehr gut angebunden. Dort wird es einen Verbindungsweg zwischen Orlik und Sparkassenneubau geben.
Im Neubau selbst befinden sich im Erdgeschoss SB-Bereich, Servicebereich, Beratungszimmer und Besprechungsraum. Im Obergeschoss sind Sozialräume und Technik untergebracht. Bei dem Neubau in Herdorf ist die Sparkasse auch selbst der Bauherr. Rund zwei Millionen Euro, so derzeitige Schätzungen, wird der Neubau der Filiale in Herdorf insgesamt kosten.
Mitte 2013 wird die derzeitige Sparkassenfiliale frei werden. Für viele Herdorfer eine wichtige Sache. Denn dieses Gebäude und noch mehrere Wohnhäuser in der Hauptstraße Richtung Steinaus Eck sollen abgerissen werden. So soll Platz geschaffen werden, um endlich den Kreuzungsbereich Hauptstraße/Hellerstraße/Glockenfeld (L 284/L 285) vernünftig zu gestalten. Was hier bisher an Verkehrsverhältnissen besteht, führt besonders beim Lkw-Verkehr oft zu kritischen Situationen in dem Kreuzungsbereich.
Pläne für eine bessere Verkehrsführung gibt es schon lange. Der Landesbetrieb Mobilität in Diez für den Bau zuständig. Wann aber etwas passiert, das ist offen. Denn noch wollen nicht alle Hausbesitzer verkaufen. Hausbesitzer Bernd Heidrich bleibt dabei: „Ich verkaufe nicht.“
Herdorfs Bürgermeister Uwe Erner hofft aber dennoch, dass nun mit dem Neubau der Kreissparkasse in Sachen Kreuzungsausbau „wieder Druck in die Sache kommt und das Land auch dabei bleibt, dass diese Kreuzung höchste Priorität genießt. „Wir hoffen, das es hier nun vorangeht“, so Erner. Andreas Neuser













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